Angst um Arbeitsplatz senkt Krankenstände

Linz (OTS) - 2006 waren so wenig Arbeitnehmer/-innen im
Krankenstand wie noch nie. Auch 2007 ist ein neuerliches Rekord-Tief bei den Krankenständen zu erwarten. Dr. Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich, führt diese Entwicklung vor allem darauf zurück, dass immer mehr Menschen aus Angst um den Arbeitsplatz krank zur Arbeit gehen.

An einem durchschnittlichen Arbeitstag fehlte 2006 nicht einmal jede/r vierzigste Arbeitnehmer/-in aufgrund von Krankheit oder Unfall an seinem/ihrem Arbeitsplatz. Im langjährigen Vergleich bedeutet das so wenig krankheitsbedingte Fehlzeiten wie noch nie. Dass die oberösterreichischen Arbeitnehmer/-innen so gesund sind, lässt sich daraus aber keineswegs ableiten. Denn schon länger ist zu beobachten, dass viele Menschen aus Angst um den Arbeitsplatz erst sehr spät oder gar nicht in den Krankenstand gehen.

Krank in die Arbeit - steigende Invalidität

Außerdem treten viele ihre Beschäftigung schon wieder an, obwohl sie noch gar nicht wirklich gesund sind. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Krankenstandstage kontinuierlich zurückgehen. Und das obwohl die Anzahl der Erwerbstätigen gestiegen ist.

Das Ergebnis sind verschleppte Leiden und chronische Erkrankungen, die zur Arbeitsunfähigkeit und damit auch zu deutlich höheren Folgekosten für das Sozialsystem führen. Das zeigt sich beispielsweise am kontinuierlichen Anstieg der Zuerkennung von Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen. "Wir müssen verhindern, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaputt arbeiten. Dabei sind auch die Unternehmen gefordert, weil wir wissen, dass die Hälfte der Erkrankungen arbeitsbedingt sind", sagt Kalliauer.

Kontakt: Gerold Gassenbauer, Tel. 0664/8237994

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@ak-ooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001