"profil":Wurde österreichische Irak-Geisel in den Iran verschleppt?

Laut irakischen Insidern stehen die Chancen für den im November entführten Bert Nussbaumer sehr schlecht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, schätzen Irak-Experten nach jüngsten Recherchen die Überlebenschancen für den im vergangenen November entführten Oberösterreicher Bert Nussbaumer sehr schlecht ein. Wegen der militärischen Angriffe auf ganze Dörfer und wegen anderer brutaler und undifferenzierter Verfolgungsmaßnahmen gegen potenzielle Geiselnehmer oder deren Umfeld hätten sich alle entsprechenden Gruppen völlig zurückgezogen. Die Stimmung im Land sei gekippt. Derzeit seien Kontaktaufnahmen oder gar Verhandlungen undenkbar, weil für die Täter viel zu gefährlich. Hunderte entführte Menschen seien verschwunden geblieben, von denen es weder ein Lebenszeichen noch Forderungen für deren Freilassung gebe.

Dazu ist laut "profil" eine neue These aufgetaucht, der im Irak zusehends Glauben geschenkt werde. Demnach sei Nussbaumer samt seiner vier amerikanischen Kollegen als CIA-Agent eingestuft und in den Iran verschleppt worden. Es gebe Indizien für eine Täterschaft des iranischen Geheimdienstes und Hinweise darauf, dass die Aktion Vergeltungsschläge für die vorangegangene Verhaftung mehrerer iranischer Geheimdienstler gewesen sei, schreibt "profil".

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