WESTENTHALER: BZÖ-Bundeskonvent wird wegen Waldheim Begräbnis verschoben

Auftaktkonvent mit BZÖ-Obmann Peter Westenthaler und BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider am Sonntag dem 24. Juni in Graz

Wien (OTS) - "Es gebietet der Respekt und der Anstand gegenüber
der Person unseres verstorbenen Herrn Altbundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim, dass wir selbstverständlich unseren außerordentlichen Bundeskonvent, der für 23. Juni geplant war, auf Sonntag den 24. Juni 2007 in Graz verschieben werden", sagte heute BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler. Diesen Beschluss fasste heute der Bundesvorstand des BZÖ, der seit 14.00 Uhr im oberösterreichischen Sattledt tagt. Der Bundesparteivorstand hielt im Rahmen seiner Zusammenkunft eine Trauerminute für Altbundespräsident Waldheim ab.

Westenthaler kritisierte bei der Bundesvorstandssitzung die Reaktionen der neu formierten Jagdgesellschaft auf den Tod des ehemaligen Bundespräsidenten und UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim als "letztklassig". "Hier kuschelt sich eine dubiose Allianz von Vertretern der USA über die österreichische Linke bis hin zu Journalisten, die sich zu unfehlbaren Moralaposteln aufschwingen, zu einer Plattform zusammen, die weder Anstand, noch Respekt oder Pietät kennt". Westenthaler stellte die Frage: "Wie krank sind denn eigentlich diese Menschen, die sogar über den Tod hinaus ihre Hetzkampagne und Lügen fortsetzen? Wie kalt und menschenverachtend sind diese Personen, die nicht einmal den Anstand haben, Waldheim als Menschen zu betrachten, dem die Totenehre zusteht? Das BZÖ fordert die Gerechtigkeit für Kurt Waldheim ein, die er zu Lebzeiten leider nicht erfahren durfte", so Westenthaler heute bei seinem Referat in Sattledt.

Waldheim habe bis zum Schluss kein einziges Kriegsverbrechen nachgewiesen werden können. Er sei ein Staatsmann erster Klasse gewesen und habe das Vertrauen der Österreicher in überwältigendem Ausmaß genossen. "Es ist uns als Österreicher Auftrag und Verpflichtung unserem ehemaligem Bundespräsidenten am Tag nach seinem Tod alle Ehren zukommen zu lassen und seine Familie vor der Jagdgesellschaft auch posthum in Schutz zu nehmen", betonte der BZÖ-Chef. An die Waldheim Jäger richtete Westenthaler den dringenden Appell mit der Totenverfolgung aufzuhören und besser zu schweigen, "denn immerhin gibt es auch eine Familie, deren geliebtes Familienmitglied noch nicht einmal begraben ist", so Westenthaler abschließend.

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