Wlodkowski fordert fairen Erzeugermilchpreis - Appell an Handel und Molkereien

Weltweit höherer Milchkonsum und Dürre lassen international Milchpreise steigen

Wien (AIZ) - "Der anhaltend steigende Milchkonsum vor allem in
China und Indien sowie die extreme Trockenheit im Milcherzeugerland Australien haben zu einem weltweit deutlich höheren Milchpreis geführt. Nun ist es allerhöchste Zeit, dass auch Österreichs Bauern von dieser Entwicklung direkt profitieren. Wir appellieren daher an die heimischen Milchverarbeitungs-Betriebe, in den Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel rasch zu positiven Preisabschlüssen zu kommen. An den Handel richten wir den Appell, den Bauern einen auf dem Markt durchaus möglichen, gerechten Anteil an den Erlösen von Milch und Milchprodukten nicht vorzuenthalten." Dies erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

"Der Handel signalisiert Lebensmittelverarbeitern und Bauern immer wieder, dass ihr Anteil am Erlös erst am Markt verdient werden müsse. Angesichts der derzeitigen Marktlage bei Molkereierzeugnissen ist jedoch die zögerliche Haltung des Handels unverständlich. Während die Kostenbelastung für die Bauern ständig stieg und alle Erhöhungen von Erdöl- und Energiepreisen sofort von den vor- und nachgelagerten Branchen als höhere Kosten an die Bauern abgewälzt wurden, stagnierten lange Zeit die Einkommen aus der Milchproduktion. Wenn nun der Milchmarkt und die Preise eine erfreuliche Tendenz zeigen, so wollen die Bauern als Erzeuger dieses hochwertigen Lebensmittels davon profitieren", ergänzte der Präsident.

Milchbauern sichern Landschaft für Tourismus

"Die Milchbauern legen mit ihrer Arbeit in vielen Regionen Österreichs die Grundlagen für die Tourismuswirtschaft und sichern einen lebendigen ländlichen Raum. Ihre zahlreichen Funktionen im Sinne der Gesellschaft können sie jedoch nur dann aufrechterhalten, wenn sie einen gerechten Milchpreis erhalten und so weiterhin die Produktion auch in den benachteiligten Gebieten und in den Bergregionen betreiben können", gab Wlodkowski zu bedenken. (Schluss)

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