42.000 Euro vom Land Kärnten für Geschäftsleute der Klagenfurter Innenstadt

LH Haider überreichte sechs Schecks - Überfallsartige Umbaumaßnahmen des Neuen Platzes werden durch Rechnungshof geprüft

Klagenfurt (LPD) - In der Klagenfurter Innenstadt, am Dr. Arthur Lemisch Platz, übergab heute, Freitag, Landeshauptmann Jörg Haider an sechs Vertreter der Interessensgemeinschaft der Innenstadtkaufmannschaft Schecks in Gesamthöhe von 42.000 Euro. Mit dem Geld wolle man die Kaufleute in der Innenstadt, die durch die Großbaustelle am Neuen Platz, durch die Burggassensperre und durch die City Arkaden arge Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, ein klein wenig unterstützen, hob Haider hervor.

Für den Landeshauptmann kam es auch nach der Eröffnung der City Arkaden zu keiner Aufwertung der Innenstadt. Schwerwiegender für ihn wiegen jedoch die "überfallsartigen Umbaumaßnahmen" auf dem Neuen Platz und die enorme Kostensteigerung der Baustelle. "Wir haben den Rechnungshof eingeschalten und werden die Großbaustelle prüfen lassen", gab er bekannt. Mit der finanziellen Hilfestellung wolle man den Interessensgemeinschaften der Innenstadtkaufmannschaft ein klein wenig helfen, damit Aktivitäten und Marketingstrategien umgesetzt werden können, die wieder Kaufkraft in die Innenstadt bringen. Nur den Neuen Platz mit Zwick-Zäunen einzuzäunen sei zu wenig, so Haider. Der Landeshauptmann riet den anwesenden Vertretern der Interessensgemeinschaften mit dem Geld gezielte konzertierte Aktivitäten zu organisieren.

Auch die anwesenden Klagenfurter Stadträte Christian Scheider und Albert Gunzer sparten nicht mit Kritik. Ihre Hauptvorwürfe lauteten:
"Es gab viele Versprechungen die nicht umgesetzt wurden. Es besteht viel mehr ein Desinteresse der Stadt gegenüber den Kaufleuten in der Innenstadt." Für Scheider sind die von Wirtschaftreferent Walter Zwick zugesagten Gratisinserate in der Klagenfurt Zeitung zu wenig. "Dort wo die Wirtschaft nicht pulsiert, lebt auch die Stadt nicht mehr", mahnte Scheider. Gefragt sei aktives Handeln statt Reden. Gunzer sprach sich für eine Aussetzung der Kammerumlage und Grundumlage für die Kaufleute während der Umbaumaßnahmen aus.

Die Vertreter der Innenstadtkaufmannschaft, Gertrude Amlacher, Cornelia Hübner, Karin Egger, Mischa Pichler und Albert Pflüger, dankten dem Landeshauptmann für die rasche, finanzielle Unterstützung. Sie deponierten ihre Vorstellungen und gaben gleichzeitig bekannt, dass auch das Klagenfurter Stadtmarketing mit Chef Helmut Ellensohn von ihnen künftig noch mehr in die Pflicht genommen werde. Außer der Aufstellung von den Geschäftewegweisern gab es wenig brauchbare Initiative, hob ein Vertreter nach der Scheckübergabe hervor.

In der Klagenfurter Innenstadt innerhalb des Ringes gibt es derzeit 207 Handelsgeschäfte, die rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die 155 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe der Innenstadt beschäftigen 586 Personen. Seit Beginn der Bautätigkeiten am Neuen Platz liegt der Umsatzrückgang bei den unmittelbar umliegenden Geschäften im Schnitt bei 90 Prozent, bei den anderen Innenstadtbetrieben im Schnitt zwischen 20 und 50 Prozent. Direkt am Neuen Platz gab es bereits erste Kündigungen, ein Geschäft, die Buchhandlung Worsch, musste sogar schließen. Derzeit stehen in der Innenstadt 90 Geschäftslokale leer.
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