Zinggl: "Chefredakteur Unterberger soll Klage zurückziehen"

Schallers Teheran-Rede offenbart schauriges Geschichtsbild

Wien (OTS) - Der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, hält es für einigermaßen "bizarr, dass der ‚Wiener Zeitung‘-Chefredakteur Andreas Unterberger nun versucht, sich als Opfer einer Kampagne darzustellen." Man wisse spätestens seit 1990, dass Irving-Anwalt Herbert Schaller die ideologische Nähe zu den Holocaust-Leugnern suche: "Damals schrieb Schaller einen Leserbrief an den ‚Standard‘, in dem er behauptete, dass es ‚Beweise für die Nichtexistenz von Gaskammern‘ gebe", erläutert Zinggl.
Wenn Unterberger nun behauptet, er habe nichts von Schallers Teilnahme an der Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran im Dezember 2006 gewusst, dann entschuldige dies gar nichts. "Es illustriert nur, wie wenig Sorgfalt Chefredakteur Unterberger offenbar bei der Auswahl seiner Kommentatoren an den Tag legt", kritisiert Zinggl. Und umso unverständlicher sei Unterbergers trotzige, uneinsichtige Reaktion auf die Kritik von Seiten des DÖW, der Israelitischen Kultusgemeinde oder des Vereins Gedenkdienst.
Schaller sei ja nicht bloß ein Verteidiger von Rechtsextremisten. "Jemand, der öffentlich behauptet, die Existenz von Gaskammern scheint im Rang eines quasi-religiösen Dogmas zu stehen, dem die Wirklichkeit von Sachbeweisen nichts anhaben darf, entfernt sich nicht allzu weit von der Geisteshaltung seiner Mandanten. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass solche Leute nicht im publizistischen Organ der Republik Österreich Kommentare schreiben dürfen. In Anbetracht dieser neuen Informationen ist es wohl das Mindeste, wenn Unterberger nun wenigstens seine Klage gegen den Verein Gedenkdienst zurückzieht", so Zinggl.

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