Frauenberger, Ludwig, Angerer präsentierten "Daham am Leberberg"

Innovatives Stadtteilprojekt für ein besseres Zusammenleben"

Wien (OTS) - Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger, Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig und die Bezirksvorsteherin von Simmering KRin. Renate Angerer präsentierten heute, Freitag, die ersten Ergebnisse des kürzlich gestarteten Stadtteilprojektes "Daham am Leberberg". Getragen wird es von den StadtteilbewohnerInnen selbst, ihren Ideen, Initiativen und ihrem Engagement. Die MA 17 (Integrationsangelegenheiten- und Diversitätsmanagement) unterstützt die Umsetzung der einzelnen Projekte und Vorhaben. Die BewohnerInnen des Leberbergs aber auch Geschäftsleute, Institutionen und Schulen werden im Rahmen des Projektes motiviert, all das zu tun, von dem Sie meinen, dass es die Lebensqualität in ihrer Wohnumgebung hebt oder die nachbarschaftlichen Kontakte verbessert. "Daham am Leberberg" soll somit einen wesentlichen Beitrag zur Identifizierung mit dem eigenen Stadtteil, mit dem eigenen Zuhause, auf das man stolz sein kann, leisten. Das Projekt "Daham am Leberberg" sowie das Parallelprojekt "Daham in Stadlau" im 22. Bezirk laufen seit Mai 2007.

Frauenberger: "Gute Nachbarschaft gestalten heißt einander verstehen, aber auch Zusammenleben in Stadtteilen zu unterstützen"

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger ist die Gestaltung des Zusammenlebens und einer möglichst "guten Nachbarschaft" in der Stadt, in den einzelnen Statteilen und Grätzln ein ganz zentrales Anliegen. Frauenberger: "Wir wollen, dass die Menschen einander verstehen, miteinander reden! Eine wichtige Basis dafür ist einerseits die gemeinsame Sprache plus Unterstützung bei der Orientierung in unserer Stadt. Hier haben wir umfassende und zielgruppenspezifische Angebote.

Andererseits geht es aber auch darum, dass Zusammenleben, wie wir das mit den Stadtteilprojekten "Daham am Leberberg" und Daham in Stadlau" tun, aktiv zu begleiten und zu fördern. Gutes Zusammenleben zwischen jung und Alt und zwischen zugewanderten Menschen und jenen, die schon seit Generationen hier leben kann aber nicht "verordnet" werden. Ziel ist es vielmehr die Menschen in die Lage zu versetzen, dafür selbst Verantwortung zu übernehmen, eigeninitiativ zu werden, sie aber auch mit Problemsituationen nicht alleine zu lassen. Die "Daham" Projekte sind keine klassischen Integrationsprojekte, sondern richten sich bewusst an ALLE."

Ludwig: "Gute Kommunikation zwischen den BewohnerInnen ist Schlüssel zu hoher Wohnzufriedenheit"

Wohnbaustadtrat Ludwig zum Projekt "Daham am Lebenberg": "Schon der Volksmund sagt es treffend: ,Durchs Reden kommen die Leut’ zusammen’. Eine gute Kommunikation zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern einer Wohnhausanlage, aber auch eines ganzen Grätzls, ist ein wichtiger Schlüssel für eine hohe Wohnzufriedenheit und ein harmonisches Zusammenleben. Denn überall dort, wo die Menschen miteinander reden und gemeinsam Aktivitäten setzen, können auch Konflikte leichter ausgeräumt werden oder kommen erst gar nicht zustande", begrüßt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die neuen Stadtteilprojekte. "Neben der engagierten Arbeit der Gebietsbetreuungen und der Mieterbeiräte leisten die Projekte einen weiteren wichtigen Beitrag für eine gute Nachbarschaft. Besonders freue ich mich natürlich über den HausbesorgerInnen-Stammtisch. Denn die HausbesorgerInnen sind wichtige KommunikatorInnen und AnsprechpartnerInnen, die viel zu einem harmonischen Miteinander beitragen können und die in Zukunft wieder einen höheren Stellenwert erhalten sollen", so Ludwig weiter.

Bezirksvorsteherin Renate Angerer: "Stolz darauf, dass sich so viele BewohnerInnen beteiligen"

"Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt in Simmering gestartet ist und wir hier quasi als Pioniere unterwegs sind. Mich macht stolz, dass sich so viele BewohnerInnen des Leberbergs daran beteiligen. Simmering und der Leberberg haben in Sachen "funktionierendes Miteinander" und "friedliches Zusammenleben" echte Vorbildfunktion für Wien!"

Infodrehscheibe www.daham-wien.at

Am Leberberg leben rund 24.000 Menschen, in Stadlau rund 18.000 - diese Stadtteile haben damit von der Einwohnerzahl ungefähr die Größe von Eisenstadt.

Die MA 17 hat, um die Aktion im Sinne der Schaffung von Identität für alle sichtbar zu machen - die Dachmarke "Daham" entwickelt. "Daham" wird von allen Partnern der Aktion verwendet, weiter getragen und verbreitet. Die MA 17 - als Initiator der Aktion - hat in diesem Projekt in der laufenden Betreuung eine aktivierende und vermittelnde Rolle. Dazu gehört u.a. die Organisation von Treffen der "Key-Player" und MultiplikatorInnen des Stadtteils, um weitere Maßnahmen zu entwickeln und voranzutreiben. Die Partner der Aktion, wie z.B. aktuell Schulen, Kindergärten, Hausmeister, Kaufleute und Pensionistenwohnheime, fungieren als MultiplikatorInnen, um eine möglichst viele Menschen zu erreichen, die das Projekt weiter tragen. Die MA 17 besucht deshalb auch große und relevante Einrichtungen des Stadtteils (Pensionistenheim, Gasthäuser, etc.), um auf das Projekt "Daham" aufmerksam und neugierig zu machen und animieren mitzumachen.

Die Magistratsabteilung 17 unterstützt die BewohnerInnen der Stadtteile bei der Bewerbung von Initiativen und Projekten u. a. über die eigens für das Projekt entwickelte website www.daham-wien.at/ . Weitere Maßnahmen sind Infostände bei den Events vor Ort, das Sammeln von Ideen, die Vermittlung an die richtigen Partner, die bei der Umsetzung behilflich sein können.

Trotz der kurzen Laufzeit wurden schon eine Vielzahl von Aktivitäten umgesetzt und viele sind bereits in Vorbereitung: Die Palette reicht vom Mädchenfußballtunier bis zum Stelzenessen.

Zwt.: Leberberger Frauen - KommTreff

Die Kommunikationstreffen "KommTreff" in den Stadtteilen Stadlau und Leberberg sind einer der wesentlichen Bestandteil des Gesamtprojektes "Daham ...".

Sie bieten allen Frauen des Stadtteils die Möglichkeit, sich u.a. über die Bereiche Schule, Gesundheit, Erziehung und andere für sie relevante Themen zu informieren und auszutauschen. "KommTreff" ist ein Bildungs- und Begegnungsangebot bei dem alle Frauen des Stadtteils herzlich willkommen sind. Rund 70 Frauen haben das Angebot bereits angenommen. Sie treffen sich regelmäßig im Jugendzentrum Siedlungstreff Leberberg jeden Dienstag und Donnerstag von 9.00 -13:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos und für die Betreuung der Kinder ist gesorgt.

Die MitarbeiterInnen der MA 17 suchen aber auch gezielt Treffpunkte von Frauen und Müttern in Parks und Kinderspielplätzen auf, um Anforderungen und Bedürfnisse zu hinterfragen, die das Zusammenleben in der unmittelbaren Nachbarschaft erleichtern.

Das Leberberg - Kochbuch

Eine weitere Initiative ist die Gestaltung eines eigenen Leberberg Kochbuches. Bis dato sind bereits 150 Rezepte eingelangt in der Bandbreite vom Schweinsbraten bis zu Sarmakraut. An der Erstellung des Kochbuches sind u.a. die Ganztagsvolksschule Dr. Bruno-Kreisky, der Kindergarten der Pfarre St. Benedikt, das Kindertagesheim der Wiener Kinderfreunde, der Hort der Pfarre Kaiserebersdorf, der Siedlungstreff Leberberg, die Volksschulen Hoefftgasse, Landhausschule, Münnichplatz und die Wiener Kindergärten der MA 10 beteiligt.

Schülerzeitung Leberberg

Mit Unterstützung von "Daham am Leberberg" wird auch eine eigene Schülerzeitung erstellt. SchülerInnen und LehrerInnen der Volksschulen Hoeffgasse, Münnichplatz, Landhausschule und Pantucekgasse sowie der Koopreativen Mittelschule Svetelskystraße und der Ganztagsvolksschule Svetelskystraße gestalteten diese Schülerzeitung. Die Zeitung beschäftigt sich u.a. mit Schulaktivitäten am Leberberg. Die SchülerInnen der Volksschule Hoefftgasse beschreiben zum Beispiel, was ihr Leben am Leberberg lebenswert macht: Spielplätze, Freiraum zum Toben und Rad fahren, der Teich und die Enten und auch die Bücherei besuchen, waren nur einige der Dinge die die SchülerInnen Magdalena, Sevgjad, Vanessa, Can und Mato aus der 4b aufzählten. Ein Leberbergspiel, das kundige LeberbergerInnen rasch ans Ziel bringt, entwickelten die SchülerInnen aus der Ganztagsvolksschule Svetelskystraße.

HausbesorgerInnen - Stammtisch

Eine höchst aktive Rolle im Projekt "Daham am Leberberg" haben die HausbesorgerInnen - Stammtische, wo sich die Wiener-Wohnen-HausbesorgerInnen des 3., 4. und 11. Bezirks zum regelmäßigen Austausch treffen. Insgesamt gibt es in diesen Bezirken rund 300 HausbesorgerInnen, davon ca. 160 in Simmering. Organisator der Stammtische, Herbert Sommer, selbst Hausmeister am Muhrhoferweg am Leberberg über das Projekt: "Da wir vor Ort die ersten Ansprechpartner der Bewohner sind, ist es für uns natürlich besonders wichtig, dass die Kommunikation und das Miteinander funktionieren.

'Daham' unterstützt uns dabei, die Menschen zu motivieren, öfter selbst die Inititative zu ergreifen, um ihr Lebensumfeld schöner zu gestalten. Dazu gehört auch, dass man mit seinen Nachbarn redet." Wie Herbert Sommer betonte, lassen sich viele Konflikte oder Missverständnisse verhindern und ohne fremde Hilfe sehr früh lösen, wenn es für die Bewohner selbstverständlich ist, miteinander zu reden. Durch die Vielzahl der persönlichen nachbarschaftlichen Kontakte sind die Wiener-Wohnen-Hausbesorger eine der wesentlichen inhaltlichen und organisatorischen Drehscheiben des Projektes.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) gph

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Gabriele Philipp, Mediensprecherin
Stadträtin Frauenberger
Te.: 4000/81295
Mobil: 0664/460 35 97
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Christiane Daxböck
Mediensprecherin Dr. Michael Ludwig
Tel.: 4000/81 869
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