"Schule-bunt": 14.637 Unterstützungserklärungen an BM Schmied übergeben

Gegen Schwindel-Schulversuche ohne Chancengleichheit für alle Schulen

Wien (OTS) - Anlässlich der Übergabe von 14.637 Unterstützungserklärungen an Ministerin Claudia Schmied erläuterte die Plattformgründerin und Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eva Scholik ihre wichtigsten Forderungen. ****

"Schule-bunt" fordert rasche Hilfestellung für Lehrerinnen und Lehrer, damit diese auf die wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen wirkungsvoll reagieren können. Alle Schüler/innen müssen für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Es ist unerträglich, wenn junge Menschen nach Abschluss ihrer Pflichtschulbildung keine Chance auf einen Lehrplatz haben, weil sie insbesondere im sprachlichen Bereich zu große Defizite aufweisen.

Eine effiziente Frühförderung ist raschest umzusetzen, Sprachdefizite müssen so weit wie möglich schon vor dem Schuleintritt kompensiert werden, damit alle Kinder gerechte Chancen beim Schulstart haben.

Besonders am Herzen liegt Scholik die gesetzliche Verankerung und damit tatsächliche Umsetzung der Klassenschülerhöchstzahl 25 in allen Schularten. Hier herrscht anlässlich der jüngst publizierten Versprechen des Bundeskanzlers akuter Handlungsbedarf der Unterrichtsministerin, deren bisheriges Modell die Versprechungen des Regierungschefs nicht annähernd umsetzt!

Mit Blick auf die in der Steiermark geplanten Schulversuche hält Scholik nachdrücklich fest, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sein müssen:

  • Die den Schulversuchen zugesagten zusätzlichen Personalressourcen (nach ersten Berechnungen rund 20 Prozent mehr Lehrpersonal!) sind im Sinn von Fairness und Chancengleichheit allen "Regelschulen" sofort und in gleicher Höhe zuzuteilen.
  • Eine "kostenneutrale Variante", d.h. ein Abzwacken der zusätzlichen Ressourcen bei den Regelschulen, um Schulversuche zu finanzieren, kommt für Scholik absolut nicht in Frage und würde mit allen Mitteln bekämpft werden.

Die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft wird es mit Freude zur Kenntnis nehmen, wenn BM Schmied eine 20-Prozent-Steigerung des Personalaufwands finanzieren kann. Scholik lehnt jedoch mit aller Vehemenz "Schwindel-Schulversuche" ab, die nur der Propaganda dienen, aber aus Kostengründen niemals auf alle Schulen übertragen werden könnten!

"Wir AHS-Lehrer/innen scheuen ebenso wenig wie die Hauptschullehrer/innen den Vergleich mit der Gesamtschule! Unter fairen Wettbewerbsbedingungen wird sich deutlich zeigen, wo das Ressourcenplus raschere und effektivere Wirkung zeigt!" hält Scholik fest.

Für pädagogische Luftschlösser hat Scholik absolut kein Verständnis. "Seriöse Bildungspolitik bedeutet, dass die Rahmenbedingungen für Schulversuche so gestaltet werden müssen, dass sie gegebenenfalls auf alle Schulen übertragbar und finanzierbar sind!" hält Scholik abschließend fest.

Fotohinweis: Fotos auf Anfrage.

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Plattform "Schule-Bunt"
Eva Scholik, Tel.: 0664/915 58 33, www.schule-bunt.at

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