Minimale Eingriffe für ökologischen Hochwasserschutz

LR Egger präsentierte Gewässerpflegeplan Bregenzerach

Bregenz (VLK) - Um die Hochwassersicherheit im Unterlauf der Bregenzerach zu gewährleisten, wurde die sogenannte Niederwaldbewirtschaftung eingeführt. Die Umsetzung folgt einem speziell abgestimmten Gewässerpflegeplan, den Wasserlandesrat Dieter Egger heute, Freitag, im Landhaus vorstellte. "Diese Maßnahme vereint optimal hochwassertechnische und ökologische Gerinneanforderungen", so Egger.
Ziel der Niederwaldbewirtschaftung ist es, eine natürliche bewachsene Uferzone zu bewahren und gleichzeitig die Gefahr von Verklausungen des Gerinnes zu minimieren. Dabei wird auf die Regenerierungsfähigkeit bestimmter Baumarten gesetzt, speziell Esche, Erle, Weiden und Spitzahorn. Die Bäume werden "auf Stock gesetzt" und treiben im Folgejahr im Bereich der Schnittstelle neu aus. Dadurch entsteht ein Niederwald in dem der Gehölzbestand elastisch bleibt.

Der Gewässerpflegeplan ist laut Egger die Grundlage dafür, dass die erforderlichen Eingriffe maßvoll und die Auswirkungen auf das Landschaftsbild möglichst gering bleiben. Der insgesamt 5,9 Kilometer lange Flussabschnitt wird in 48 Pflegeabschnitte mit einer Durchschnittslänge von 230 Metern unterteilt, die in Intervallen von vier bzw. sechs Jahren bearbeitet werden. Jedes Jahr werden mehrere -nicht aneinander grenzende - Abschnitte bewirtschaftet. Start für den Gewässerpflegeplan ist die kommende Wintersaison 2007/2008.

Das Projekt wurde mit den zuständigen Fachleuten aus Natur- und Landschaftsschutz, Forst und Fischerei sowie mit den betroffenen Gemeinden und Behörden abgestimmt und ist dadurch von breitem Konsens getragen. Die Information der Öffentlichkeit erfolgt über Informationstafeln vor Ort, einen eigenen Internetauftritt auf der Homepage des Landes (www.vorarlberg.at) sowie anlassbezogene Medienarbeit. Egger: "Die Bevölkerung soll wissen, welche Maßnahmen zu ihrem Schutz gesetzt werden. Der Informationsbedarf wird besonders anfänglich sehr hoch sein."

Die Kosten sind mit mit rund 600.000 Euro veranschlagt (einmalige Bewirtschaftung aller 48 Abschnitte), der Kostenschlüssel lautet 70 Prozent Bund, 20 Prozent Land und 10 Prozent Interessent. Kommendes Jahr werden für die erforderlichen Pflegemaßnahmen 105.000 Euro veranschlagt.
(gw)

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