GPA-DJP startet Aktion für Erhöhung der Mindesteinkommen für Beschäftigte in Arztpraxen

GPA-DJP besuchte über 1100 Arztpraxen in ganz Österreich - Unterstützung für Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Unter dem Motto "1.100 Euro plus" startete
die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) eine österreichweite Aktion, mit dem Ziel, die Mindesteinkommen der Beschäftigten in Arztpraxen auf über 1.100 Euro anzuheben.++++

In dieser Woche wurden etwa 1.100 Arztpraxen in ganz Österreich besucht, um die Betroffenen über ihre Rechte zu informieren und um Unterstützung für die im Herbst stattfindenden Kollektivvertragsverhandlungen zu werben. Zudem wurden Fragebögen zu den Arbeitsbedingungen verteilt.

Obwohl es sich bei der Arbeit in Arztpraxen um eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit handelt, ist die Bezahlung nach wie vor vergleichsweise sehr niedrig. Die Einstiegsgehälter liegen zwischen 783,40 Euro und 1.056 Euro monatlich. Die Tätigkeit wird vorwiegend von Frauen ausgeübt. Der Kollektivvertrag wird zwischen der GPA-DJP und den jeweiligen Ärzte-Länderkammern abgeschlossen und befindet sich je nach Bundesland auf unterschiedlichen Niveaus.

"Mit dieser Aktion wollen wir öffentlich aufzeigen, dass in einer weiblich dominierten Berufsgruppe immer noch viele Beschäftigte unter dem von Regierung und Sozialpartnern proklamierten Ziel von 1.000 Euro Mindestlohn liegen. Es geht um die Schaffung eines entsprechenden gesellschaftlichen Bewusstseins, um unseren Forderungen bei kommenden Kollektivvertragsverhandlungen Nachdruck zu verleihen. Die vielen positiven Reaktionen auf unsere Besuche geben uns Hoffnung, dass wir dieses Jahr dieses wichtige sozialpolitische Ziel tatsächlich erreichen können. Neben der Erhöhung der Mindesteinkommen auf über 1.100 Euro fordern wir eine spürbare jährliche Gehaltserhöhung und eine bundesweit einheitliche Regelung", so der Vorsitzende der GPA-DJP Wolfgang Katzian.

Nähere Informationen zur dieser Initiative gibt es im Internet unter www.gpa-djp.at/1100plus
Dort kann auch eine Unterstützungserklärung für die Forderungen unterzeichnet werden.

ÖGB, 15. Juni 2007 Nr. 383

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