GPA-DJP fordert Mindesthonorare in privaten Bildungseinrichtungen

Angestrebte Vereinbarung der Kollektivvertragspartner wird von Arbeitgeberseite blockiert

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Im Kollektivvertragsabschluss 2007 für die 3.000 Beschäftigten, die dem Kollektivvertrag der privaten Bildungseinrichtungen (BABE) unterliegen, wurde vereinbart, Mindesthonorarsätze für freie DienstnehmerInnen und WerkvertragsnehmerInnen bis 15. Juni 2007 zu verhandeln. Die angestrebte Vereinbarung wird jedoch von der Arbeitgeberseite blockiert. ++++

Gemeinsam mit den ArbeitgeberInnen sollte das Ziel, Lohndumping auf Kosten hoch qualifizierter Beschäftigter, speziell TrainerInnen in AMS-Kursangeboten, zu verhindern, erreicht werden. Diese Vereinbarung würde endlich verbindliche Mindeststandards für so genannte atypisch Beschäftigte gewährleisten.

Überraschenderweise verzögert die Arbeitgeberseite nun die Weiterverhandlung und war bis zum heutigen Fristende zu keiner Verhandlung bereit. Diese Vorgangsweise stellt einen klaren Bruch unserer Vereinbarung dar und belastet das sozialpartnerschaftliche Klima schwer. Die GPA-DJP fordert einen raschen Verhandlungstermin, um die offenen Punkte weiterzuverhandeln.

Als Grundlage für die Verhandlungen der Mindesthonorarsätze dient die Befragung von TrainerInnen in privaten Bildungseinrichtungen, welche von der Interessengemeinschaft work@education der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) aktuell durchgeführt wurde. Wie in vielen anderen Branchen mit hohem Frauenanteil sind hier Phänomene wie schlechte Entlohnung und Arbeitsbedingungen zu beobachten. Hoch bezahlte Jobs sind im Erwachsenenbildungsbereich selten. Mit dem Honorar müssen die nicht angestellten TrainerInnen nicht nur ihre laufenden Kosten decken, sondern auch ihre soziale Absicherung finanzieren.

"Die konkrete Verbesserung der Einkommen und der Arbeitsbedingungen von atypisch Beschäftigten ist ein wichtiges Anliegen der GPA-DJP. Es geht nun darum, dass Mindesthonorare für TrainerInnen zwischen den Kollektivvertragspartnern festgelegt werden, um einen Dumpingschutz zu gewährleisten und Einkommensuntergrenzen zu sichern. Wir fordern die Sozialpartner auf, ihre Absichtserklärung für Mindesthonorare einzuhalten", so die Leiterin des GPA-DJP-Geschäftsbereichs Interessenvertretung Claudia Kral-Bast.

ÖGB, 15. Juni 2007 NR. 382

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