Asbest gefährdet nach wie vor die Gesundheit von Menschen - AK gegen Verharmlosung und Verdrängung

Linz (OTS) - Seit 1990 ist die Verwendung von Asbest per Gesetz eingeschränkt, seit 2004 generell verboten. Aber allein in Oberösterreich sind, vorsichtig geschätzt, 20.000 Menschen aufgrund ihrer früheren beruflichen Tätigkeit krankheitsgefährdet. Im Rahmen der Initiative "AK Gesundheits-Plus" wendet sich die Arbeiterkammer Oberösterreich gegen die Verharmlosung und Verdrängung der von Asbest ausgehenden Gesundheitsgefährdung.

Nicht nur wegen des Themas Asbest und den Folgeerkrankungen setzt die Arbeiterkammer Oberösterreich seit Beginn dieses Jahres verstärkt auf die Gesundheitsförderung in Betrieben. Unter dem Motto "AK Gesundheits-Plus" wird laufend auf Probleme und Lösungsmöglichkeiten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung hingewiesen. Dazu wurde erst kürzlich eine Informationskampagne gestartet und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst der Mobile Gesundheits-Check für Klein- und Mittelbetriebe ins Leben gerufen.

Die letzte Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich hat am 22. Mai 2007 zum Thema "Asbest" eine Resolution verabschiedet. Darin fordert die AK die Bundesregierung und die oberösterreichische Landesregierung auf:

1. alle asbestexponierten Personen systematisch und zentral zu erfassen und diese gezielt in Nachsorgeuntersuchungen einzubinden;

2. einen österreichweiten Gebäude- bzw. Produktkataster zu erstellen, in dem alle Einsatzbereiche von Asbest zentral erfasst werden;

3. eine verstärkte Informationsoffensive über die Gefahren von Asbest zu starten, Schutzmaßnahmen bei Sanierungs- und Abbrucharbeiten vorzuschreiben, sowie die Möglichkeit von Nachsorgeuntersuchungen zu schaffen, um gegebenenfalls Verfahren zur Anerkennung einer Berufskrankheit einzuleiten; Ziel der AK ist, dass die Zahl der Menschen, die Nachsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, bis zum Jahr 2012 um mindestens 10 Prozent steigt;

4. ausreichende finanzielle Mittel für geplante Maßnahmen bereit zu stellen, unter anderem auch Zuschüsse, um die fachgerechte, aber teure Entsorgung asbesthältiger Geräte und Materialen zu ermöglichen.

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