Wachstumsmarkt China & Hong Kong

Großes Interesse an Patentschutz in Schwellenländern

Wien (OTS) - An die 100 Besucher konnte die österreichische Förder- und Finanzierungsbank austria wirtschaftsservice heute gemeinsam mit der Aussenwirtschaft Österreich zur zweiten Informationsveranstaltung über Markt- und Wachstumschancen in China & Hong Kong verzeichnen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Schutz und Durchsetzung von Patentrechten. Neben den Expertinnen und Experten der aws informierten unter anderem auch der österreichische Handelsdelegierte in Hong Kong & Südchina, die Lenzing AG sowie mehrere Experten aus China über aktuelle Entwicklungen.

Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der rasant steigenden chinesischen Forschungsausgaben und Patentierungszahlen statt. Nach dem jüngsten Forschungsbericht der europäischen Kommission wird China schon im Jahr 2010 die Forschungsquote der EU-27 erreichen und hierfür 1,9% des BIP ausgeben. Im Patentbereich rangiert China mit 122.318 Anmeldungen im Vorjahr auf Platz vier hinter Japan, den USA und Korea. Die Wirtschaft des Landes wuchs im ersten Quartal neuerlich um 11,1%. Derzeit kommen immer noch 46% der in der EU beschlagnahmten Fälschungen aus China und Hong Kong. Die Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung verbessern sich allerdings laufend. Es ist deshalb zunehmend attraktiv und nötig, in China zu patentieren, so der Tenor der Veranstaltung.

Mit dem Informationstag setzt die aws die Veranstaltungsserie zum Patentschutz in Schwellenländern fort; im vergangenen Jahr wurden bereits Russland und Indien thematisiert.

Für österreichische KMU bietet die aws in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Österreich der Wirtschaftskammer umfassende Unterstützung für den Markteintritt in Schwellenländern: von der Begleitung und Finanzierung der Patentanmeldung bis hin zum Monitoring von Patentverletzungen und Unterstützung bei der Durchsetzung von Rechten reicht das Service im Rahmen des Innovationsschutzprogramms IPP. "Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung oesterreichischer KMU durch eine optimale Patentposition auch in Wachstumsländern wie Russland, China oder Indien zu ermöglichen", so Patentexperte Buchtela.

Obwohl Länder wie z.B. China und Indien über hoch entwickelte Patentsysteme verfügen, verzichten mehr als zwei Drittel der europäischen Unternehmen auf die Anmeldung von Patenten, gerade in diesen Ländern. Die Gründe der mangelnden Nutzung von Patentierungsmöglichkeiten sind u.a. vermeintlich hohe Kosten und mangelnde wirtschaftliche Vorteile, Unsicherheit bei der Möglichkeit der Vermarktung, (angeblich) geringe Wirksamkeit des Patentschutzes, etc. Sofern Patente bestehen, verzichten Unternehmen häufig auf die Durchsetzung der Schutzrechte.

Das aws-Innovationsschutzprogramm (IPP) ist europaweit das erste Unterstützungsprogramm der öffentlichen Hand, das sich gezielt diesem Thema widmet. Das Programm adressiert gerade den Bedarf heimischer KMU nach Unterstützung in Patentfragen in Schwellenländern. Ziel des Programmes ist die Stärkung der Position Österreichs, als führenden Innovationsstandort durch fairen Transfer von Technologien und Know-how. Gezielte Maßnahmen sollen Produktpiraterie und Patentverletzungen vorbeugen und Rechtsdurchsetzung ermöglichen.

www.awsg.at/ipp

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