JI-Bundesvorsitzender Ohneberg: "Möglichkeiten der Zukunft erkennen und nutzen, um vorne zu bleiben"

Bundestagung der Jungen Industrie 2007: "Gesellschafts- und Wirtschaftsszenarien 2030 - wie gestalten wir die Welt von morgen"

Wien (OTS) - Die diesjährige Bundestagung der Jungen Industrie
(JI) im niederösterreichischen Krems stand ganz im Zeichen der Zukunft. Passend zum Thema "Gesellschafts- und Wirtschaftsszenarien 2030 - wie gestalten wir die Welt von morgen" ging man der spannenden Frage nach, wie die Welt und damit auch Österreich in den kommenden Jahrzehnten aussehen könnte und mit welchen Entwicklungen gerechnet werden sollte. "Gerade in Europa hat es in den vergangenen 20 Jahren einschneidende Veränderungen gegeben, die vor allem für die junge Generation ungeahnte Möglichkeiten eröffnet hat. Barrieren und Wirtschaftsgrenzen sind gefallen, durch die Internationalisierung haben sich Chancen ergeben, die viele heimische Unternehmer genutzt haben. Davon profitiert heute die ganze Gesellschaft", betonte JI-Bundesvorsitzender Mag. Martin Ohneberg. Österreich insgesamt, aber vor allem seine Unternehmen haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Um jedoch im Jahre 2030 ganz vorne zu bleiben, müsste man Möglichkeiten erkennen und nutzen sowie auf Veränderungen rasch reagieren, so Ohneberg. Im Rahmen der Tagung beschäftigten sich vier Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Zukunftsszenarien:
Industriestandort Österreich 2030, Energie/Ressourcen 2030, Arbeitswelt der Zukunft - Bildung und Qualifizierung 2030 und Die Europäische Union - Vision 2030.

"Ein attraktiver Standort ist Voraussetzung, damit Wirtschafts-und Beschäftigungswachstum gesichert werden können. Vor dem Hintergrund einer durch Internationalisierung zusammenwachsenden Welt müssen entsprechende Maßnahmen - etwa steuerpolitische Entscheidungen, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie im Infrastrukturbereich - gesetzt werden, um im Wettbewerb bestehen zu können", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer zur Zukunft des Industrielandes Österreich. Bei der Frage einer zukunftsorientierten Energiepolitik waren sich die Tagungsteilnehmer einig, dass Österreich im Bereich der Energietechnologien große Chancen vorfände. Durch Anstrengungen in der Forschung und Innovationen könnte unser Land in diesem Segment zu einem Spitzenplatz am Weltmarkt aufsteigen.

Bereits jetzt agiere die heimische Industrie in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz vorbildlich, jedoch sei Versorgungssicherheit auch in der Zukunft einer der wichtigsten Parameter für einen attraktiven Standort. Im Bildungsbereich werden in der Zukunft Sprachen eine noch entscheidendere Position einnehmen. So sei es denkbar, dass der Unterreicht im Jahr 2030 in deutscher und englischer Sprache stattfände, befanden die Teilnehmer. Den Arbeitskräften von (über)morgen müsste bereits in jungen Jahren mehr Verständnis für Wirtschaft und Wirtschaften nahegelegt werden. Weiters sei wichtig, dass sich höhere Ausbildung an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes orientiere. Ein bestimmendes Thema bei den Zukunftsszenarien stellten die Vorstellungen und Erwartungen an die Entwicklungen der Europäischen Union dar. Nur eine gemeinsame starke Identität könne die Gemeinschaft im internationalen Wettbewerb voranbringen. Damit Europa gegenüber seinen Wirtschaftspartnern weiterhin seine gute Position behalten könne, seien klare Entscheidungsstrukturen und langfristige Strategien notwendig. Über die Fragen der Außengrenzen, potenziellen Mitglieder, Aufgaben und wirtschaftliche Ziele müsse unter den Mitgliedstaaten Einigkeit herrschen, so das Resümee der JI.

Nach Betriebsbesichtigungen bei voestapline Krems und Eybl International AG folgte eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen. ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel und Berndorf AG-Generaldirektor sowie Präsident der IV-NÖ Mag. Norbert Zimmermann diskutierten mit Martin Ohneberg über Zukunftsvisionen und künftige Entwicklungen.

Die Junge Industrie ist eine Plattform der Industriellenvereinigung.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesgeschäftsführer Junge Industrie
Mag. Johannes Höhrhan
j.hoehrhan@iv-net.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001