Dominique Meyer im NEWS-Interview: seine Pläne für die Wiener Staatsoper

Wien (OTS) - Der designierte Operndirektor Dominique Meyer kündigt in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe die Rückkehr von Christian Thielemann und Riccardo Muti an die Wiener Staatsoper an. Otto Schenk soll den "Rosenkavalier" auffrischen.

Seit Tagen führe Meyer sehr gute Gespräche mit Dirigenten. Meyer:
"Thielemann und Muti kommen." Mit Riccardo Muti verbindet ihn "echte Freundschaft." In Piacenza habe er mit ihm das Cherubini-Jugendorchester gegründet. "Verdi mit Muti ist der Traum." Meyer will eine "künftige Generation von Dirigenten aufbauen." In Philippe Jordan sieht er eine große Hoffnung für diesen Beruf.

Und zum Repertoire-System: Den Wiener "Rosenkavalier" sieht Meyer als "Teil der Geschichte der Staatsoper." "Wir möchten Otto Schenk einladen, ihn neu einzustudieren. Parallel dazu kann man auch eine moderne Inszenierung machen. Mit Welser-Möst können wir das Repertoire-System so weiterentwickeln, dass man mehr probt."

Mit Angelika Kirschschlager und Natalie Dessay arbeitet Meyer schon seit seiner Zeit in Lausanne ständig zusammen. Auch Stars wie Anna Netrebko wird er engagieren.

Dass er vor allem Barock-Opern machen will, dementiert Meyer: "Ich werde nicht jede Woche eine Barock-Oper spielen, aber "Orfeo" gehört ins Repertoire." Die Wiener Tradition der Uraufführungen werde er wieder aufnehmen: "Um das zu ermöglichen muss man auch koproduzieren. Olga Neuwirth habe ich schon getroffen. Ich würde mit Freude etwas mit ihr machen, auch mit dem Briten Adés oder guten deutschen und französischen Komponisten."

Oper für Kinder werde es in seiner Direktionszeit selbstverständlich weitergeben. In Paris arbeitet er eng mit Schulen zusammen. Jährlich kommen 15.000-20.000 Kinder in sein Haus.

Auch das Ballet- Repertoire will Meyer reformieren und neben dem klassischen Ballet, auch wichtige Choreographien von Werken wie "Le Sacre du Printemps" zeigen.

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