Startschuss für kostenlose Rota- und Pneumokokken-Impfungen

Krismer: Niederösterreich gibt BM Kodolsky klaren Auftrag

St. Pölten (Grüne) - Bereits am 24. März am "Impftag" in Salzburg ließ BM Andrea Kodolsky aufhorchen: Sie stellte die kostenlose Impfung gegen Rota-Viren, die bei Säuglingen starke Durchfälle verursachen und Spitalsaufenthalte nötig machen können, in Aussicht. Seit dieser Ankündigung hörte niemand mehr etwas von diesem Bekenntnis. "BM Kodolsky hat aber kein grünes Signal für die wichtigere Impfung gegen Pneumokokken gegeben. Wichtiger deshalb, weil einige Kinder auch in Österreich jährlich sterben. Tödlich endet hingegen eine Rota-Viren-Infektion in Österreich nicht, obwohl in Europa 400 Kinder pro Jahr daran sterben. Kinder werden drei bis vier Tage in Spitälern stabilisiert. So muss der Bundesministerin wohl eher die finanzielle Entlastung der Spitäler am Herzen liegen, als handfeste Gesundheitspolitik für Kinder", freut sich Krismer über das klare Bekennen des NÖ Landtages und als eindeutigen Auftrag an BM Kdolsky.

Der Bundesimpfplan enthält Empfehlungen, so dass KinderärztInnen über die Risken der Rota-Viren und Pneumokokken aufklären müssen. Ansonsten sind sie rechtlich belangbar, wenn eine Erkrankung eintritt. "Ein unhaltbarer Zustand, dass diese Impfungen empfohlen werden, aber nicht im Mutter-Kind-Pass vorgesehen sind und damit kostenlos zur Verfügung stehen. Der Pneumokokken-Impfstoff kostet 118 Euro mal drei Impfungen und mit dem Rota-Impfstoff kostet dies den Eltern in Summe rund 600 Euro! Eine große Belastung für manchen Haushalt und eine unangenehme Situation in der Beziehung Eltern und Kind mit den KinderärztInnen", fordert Krismer nicht nur eine Kostenübernahme durch das Gesundheitsministerium, sondern eine Aufnahme dieser Impfstoffe in das Regelwerk des Mutter-Kind-Passes.

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