• 12.06.2007, 17:29:53
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Burgstaller: Österreich als Sportland präsentieren

Tourismuswirtschaft sieht großes Potential in Euro 2008

Wien (SK) - "Es gilt zu beweisen, dass wir nicht nur das Land von
Wolfgang Amadeus Mozart sind, sondern auch ein Sportland", betonte
die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller in ihrem Statement im
Rahmen der Tourismus-Enquete Euro 2008. Neben Burgstaller kamen noch
zahlreiche andere Experten aus Politik und Tourismus zu Wort, um die
Auswirkungen der Euro 2008 zu beleuchten. "Wir wollen 2008 beweisen,
dass wir gute Gastgeber sind", so Burgstaller weiter. Salzburg habe
bereits mit der Rad-Weltmeisterschaft gezeigt, wie erfolgreich man in
der Abwicklung von Großveranstaltungen sei. Trotz aller Euphorie in
den Austragungsstädten dürfe man die übergeordneten Interessen nicht
vergessen, warnte Burgstaller. Nicht Salzburg oder eine der anderen
Städte biete die EM an, sondern Österreich. Deshalb dürfe man sich
nicht im "Gegeneinander verzetteln" sondern müsse das Miteinander in
den Mittelpunkt rücken. ****

Besonders im Tourismus müsse man weg vom "Gruppenegoismus", hin zu
einem Gesamtkonzept. Vorrangiges Ziel müsse es sein, dass die
Besucher der Europameisterschaft Österreich auch später wieder
bereisen würden. Für Salzburg wolle sie "Fußballfestpiele",
unterstrich Burgstaller. Die Begeisterung müsse in jede Gemeinde
getragen werden, man brauche die Zusammenarbeit mit Gastronomie und
lokalen Vereinen, dann könne man "hervorragende Spiele" anbieten. Für
Salzburg biete sich die Chance, eine neue touristische Zielgruppe
anzusprechen. Neben Familien und kulturinteressierten Besuchern könne
man unter Beweis stellen, dass Salzburg auch für junge,
sportbegeisterte Menschen einiges zu bieten habe. Besonders wichtig
sei es, während der EM in Bildern zu denken. Das was man zeige, habe
nachhaltige Auswirkungen auf den Tourismus. Deshalb halte sie auch
nichts von der Idee public-viewing-areas aus den Zentren zu
verbannen, denn "die schönsten Plätze muss man herzeigen".

"Die Stadt Klagenfurt nimmt ihre Verantwortung als Host-City sehr
ernst", so Ewald Wiedenbauer, SPÖ-Vizebürgermeister von Klagenfurt.
Die Stadt habe bereits zig Millionen Euro in die Infrastruktur
investiert und werde auch noch weiter ausgiebige Vorbereitungen
treffen. "Für Österreich, besonders für Kärnten, bietet die EM die
Chance, sich als charmantes Land zu präsentieren", so Wiedenbauer.
Kärnten verfüge über eine kulturelle Vielfalt, die sich einerseits in
der Kunst und andererseits in der Zweisprachigkeit ausdrücke, nun sei
man aufgefordert, sich auch während der EM als offenes und
multikulturelles Bundesland zu präsentieren.

Johann Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer betonte, das es
Deutschland während der WM gelungen sei, ein tolles Image aufzubauen.
Daran müsse sich auch Österreich ein Beispiel nehmen, auch wenn die
Latte hoch liege. An die Veranstalter richtete Schenner einen Wunsch:
Nicht nur die Austragungsorte sollten während der EM präsentiert
werden, sondern es müsse vermittelt werden, dass das gesamte
Urlaubsland Österreich Charme habe. Sepp Schellhorn, Präsident der
österreichischen Hoteliersvereinigung, plädierte in seinem Statement
für ein durchdachtes Werbekonzept für das Tourismusland Österreich.
Vor allem Leidenschaft müsse transportiert werden, "da reichen
Pinguine in einem leeren Stadion nicht".

"Ein Tag ohne Euro 2008 ist ein verlorener Tag", so Heinz Palme,
Geschäftsführer von "2008 - Österreich am Ball" in Anlehnung an ein
Zitat von Ernst Happel. Der Countdown habe begonnen, es werde keinen
Tag mehr geben, an der die Euro 2008 nicht in die Öffentlichkeit
dringe. Man sei mit "Jetzt geht's los"-Events in ganz Österreich
unterwegs und auch die Roadshows hätten begonnen. Auch die
Berichterstattung über die Euro 2008 nehme stetig zu, nicht nur
national sondern auch international. Palme appellierte an das
Publikum, gute Stimmung für die Euro zu machen. "Je positiver wir
darüber sprechen, desto positiver wird berichtet." Nicht vergessen
dürfe man auch, dass während der EM in 200 Länder übertragen werde.

Norbert Tödter von der deutschen Zentrale für Tourismus berichtete
über die Erfahrungen mit der Fussball-WM 2006. Neben dem Tourismus
profitierten auch Verkehrsunternehmen enorm von der WM, so Tödter.
Insgesamt habe die Marke Deutschland einen enormen Sympathiegewinn
verzeichnen können, Befragungen hätten gezeigt, dass sich 95 Prozent
der Besucher in Deutschland herzlich aufgenommen gefühlt hätten und
88 Prozent würden Deutschland weiterempfehlen. Deutschland habe
massiv an Freundlichkeitskampagnen gearbeitet, und auch das
Gastronomiepersonal optimal auf den internationalen Besucheransturm
vorbereitet. Tödter lobte auch die gute Zusammenarbeit in Deutschland
zwischen den verschiedenen Bereichen. "Behörden, Politik, Wirtschaft
und Medien haben an einem Strang gezogen und die WM zu einem
Sommermärchen gemacht".

Trunk präsentiert Botschafter der Gastlichkeit

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte SPÖ-Tourismussprecherin
Melitta Trunk die "Botschafter der Gastlichkeit", unter ihnen
Prominente wie der ehemalige ÖFB-Präsident Beppo Mauhart, die
"Dancing-Stars" Andy und Kelly Kainz, Top-Gastronom Rainer Husar und
Extremsportler Sepp Resnik. Alle zeigten sich begeistert über die
Austragung der EM, Beppo Mauhart betonte, es sei "ganz wunderbar wenn
Visionen zur Realität würden". Andy Kainz bemerkte, dass er sich eine
"gewaltfreie Europameisterschaft" wünsche und Sepp Resnik zeigte sich
überzeugt. "Was die anderen Länder auf der Welt können, können wir
schon lange." (Schluss) sw

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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