"profil": Transparency-International-Gründer Peter Eigen bezeichnet Eurofighter-Vertrag als "sittenwidrig"

Heftige Kritik an Siemens-Vorstand / Forderung nach Offenlegung aller Nebenverdienste von Abgeordneten

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" bezeichnet Peter Eigen, Gründer der Anti-Korruptions-Organisation "Transparency International", den Eurofighter-Vertrag als "sittenwidrig". Angesprochen auf die "Schmiergeldklausel" erklärt der ehemalige Weltbank-Direktor: "Wenn ein Vertrag durch Korruption zustande kommt, dann ist er nicht durchsetzbar."

Schwere Kritik übt Eigen auch am Management des in einen Schmiergeldskandal verwickelten deutschen Siemens-Konzerns. Mangels Gesprächsbereitschaft der Vorstände habe man Siemens "als Mitglied suspendiert" und die Mitgliedschaft nach Bekanntwerden der Korruptionsaffäre ganz beendet. Eigen gegenüber "profil": "Siemens hat unser Vertrauen missbraucht."

Die Organisation "Transparency International" (TI) mit Sitz in Berlin und Zweigstellen in nahezu 100 Ländern kämpft seit 1993 weltweit gegen Korruption. Eine Initiative für Entwicklungsländer wurde jüngst sogar in die Abschlusserklärung des G-8-Gipfels aufgenommen.

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