ÖSTERREICH: Holender hält Opern-Lösung für "grandios"

Staatsopern-Direktor lobt Nachfolger Dominique Meyer und Franz Welser-Möst - und Ministerin Schmied

Wien (OTS) - Als "glücklich" über die "grandiose Lösung" für seine Nachfolge an der Spitze der Staatsoper zeigt sich Direktor Ioan Holender im Interview mit der morgigen (Samstag-) Augabe der Tageszeitung ÖSTERREICH.

Die neuen Operndirektoren Dominique Meyer und Franz Welser-Möst sind eine "für die Zukunft und Zielrichtung des Hauses positive und professionelle Lösung".

Er, Holender, schätze beide Herren als "erfahrene, hochprofessionelle Opernmanager". Meyer habe "eine der wichtigsten Einrichtungen in Paris gut geführt", sei ein "sprachgewandter und -was für Wien ja nicht unwichtig ist - sehr kompromissbereiter Mensch". Holender: "Ich selbst habe ihn vor einiger Zeit auf eigene Initiative wegen Wien angesprochen."

Welser-Möst wäre auch Holenders "Wunschkandidat gewesen". Er sei "in jeder Hinsichtig kompetent", sowohl menschlich als auch im Wissen über die Oper, in der Erfahrung mit Orchestern und Sängern. Welser-Möst sei ein "Sänger-Dirigent wie Karajan" und einer der größten "Musik-Genies im Land": "So viele haben wir ja nicht - und es ist schön, wenn wir den wenigen, die wir haben, große Aufgaben geben."

Bei einer Lösung mit Neil Shicoff an der Spitze der Staatsoper "hätte ich nicht um die Staatsoper sondern um den Shicoff Angst gehabt", sagt Holender im ÖSTERREICH-Interview. Das deswegen, weil sich Shicoff "mit seiner bisherigen Erfahrung dieser doch äußerst komplizierten und in Wien besonders komplizierten Angelegenheit gestellt hätte". Holender weiter: "Was ich von ihm an Plänen gehört habe, hat mir nicht sehr viel Vertrauen in diese Lösung gegeben."

Holender weist es zurück, in der Personalentscheidung um seine Nachfolge hinter den Kulissen die Fäden gezogen zu haben. Er sei allerdings bereits am Montag dieser Woche, also vor dem Bundeskanzler, informiert worden und habe die zuständige Bundesministerin, Claudia Schmied, in dieser Lösung "bestärkt". Holender: "Ich finde die jetzige Lösung grandios - und sie wurde von Ministerin und Kanzler auch grandios gehandhabt".

Holender leitet die Staatsoper bis 2010 und "dann ist definitiv Schluss in Wien".

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 2510, 2810 oder 2910
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001