"KURIER"-Kommentar von Nicholas Bukovec: "Schädliches Gezerre"

Höchste Zeit, dass SPÖ und ÖVP bei den Eurofightern am selben Strang ziehen.

Wien (OTS) - Ginge es nicht um so viel Steuergeld, wäre das
Gezerre in der Koalition um die Eurofighter ja ziemlich lustig: Fast täglich streuen SPÖ und ÖVP wilde Gerüchte, um den jeweils anderen alt aussehen zu lassen. Einmal heißt es, Darabos bestellt "fix" sechs Jets ab, ein anderes Mal steigt er voll aus dem Vertrag aus, dann wieder kauft er gebrauchte deutsche Eurofighter. Kennt sich noch jemand aus?
Um die beste Lösung für Österreich geht es bei dem Milliardenpoker längst nicht mehr. Die SPÖ braucht nach all ihren Umfallern unbedingt einen Erfolg. Da zählt jeder Euro, der beim Eurofighter eingespart wird. Nicht auszuschließen, dass Darabos bei dem einen oder anderen Flieger ein Rad oder einen Flügel abbestellt.
Die ÖVP wiederum will Darabos bei seinen Verhandlungen mit dem Jet-Hersteller keinen Erfolg gönnen. Im U-Ausschuss agiert sie als verlängerter Arm der Eurofighter GmbH. Damit unterläuft sie Darabos’ Bemühungen, Druck auf den Jet-Hersteller aufzubauen, um Geld zu sparen - zum Schaden der Steuerzahler.
Nur zur Erinnerung: Der Abfangjägerkauf ist die teuerste Beschaffung der Zweiten Republik. Es geht um zwei Milliarden Euro. Höchste Zeit, dass Rot und Schwarz am selben Strang ziehen -wenigstens in dieser Causa.

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