Überraschendes Studienergebnis: Raucher und Nichtraucher einig: Rauchverbot in Autos mit Kindern!

Über die Hälfte der Befragten überzeugt: Dem Staat sind die Einnahmen aus Steuern auf Tabak und Alkohol wichtiger, als die Gesundheit von Jugendlichen.

Wien (OTS) - Dieses überraschende Ergebnis zeitigt eine von Walter Wiesmayer von Unternehmenspathologie.com in Auftrag gegebene und von Consent Markt- und Sozialforschung Österreichweit durchgeführte Studie. Unglaubliche 81% der Raucher und 86% der Nichtraucher sind für ein Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Kindern.

Schmerzgrenze beim Rauchverbot liegt im privaten Bereich

Beim Rauchverbot im privaten Bereich scheiden sich die Geister. Aber immerhin: 34% der Raucher würden ein Verbot vor Kindern zu rauchen auch im privaten Bereich begrüßen. Dies ist jedoch deutlich weniger Zustimmung, als bei den Themen, Rauchverbot vor Kindern im Auto und in der Öffentlichkeit. Damit demonstrieren die Raucher deutlich, wo für sie die "Schmerzgrenze" liegt. Das Rauchverhalten in der eigenen Wohnung will sich der Österreicher nicht vorschreiben lassen, im eigenen Auto hingegen, das auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, da darf wieder eingegriffen werden.
Dass es nicht an der allgemeinen Ablehnung eines zu deutlichen Eingriffes des Staates in die Privatsphäre liegt, zeigen die Antworten der Nichtraucher. Sie bleiben strikt und sind mit 54% für ein Rauchverbot vor Kindern in den eigenen vier Wänden.

Dennoch, nicht für alle hat die Kenntnis über die Folgen des Passivrauchens Konsequenzen für ihre prinzipielle Einstellung gegenüber staatlichen Vorschriften. So zeigt sich, dass die "rauchenden Anarchisten", die knapp 10 % der Befragten ausmachen, Verboten wenig abgewinnen kann. 94% dieser lehnen ein generelles Rauchverbot in Gegenwart von Kindern ab und 35% sind sogar gegen ein Rauchverbot vor Kindern in Autos. Ganz im Gegensatz zu den restlichen Auskunftspersonen lehnt es über die Hälfte der "Anarchisten" ab, das Alter am Zigarettenautomat zu überprüfen. Dass diese Gruppe ausgerechnet zu einem 50%-Anteil aus bis zu 26Jährigen besteht, zeigt, dass bei jüngeren Maßnahmen in Form von Vorschriften Gefahr laufen, boykottiert zu werden.

Regionale Unterschiede bei Rauchverboten

Die Untersuchung zeigt weiters, dass die Landbevölkerung hinsichtlich der Rauchverbote liberaler eingestellt ist, als die Bewohner von Großstädten. Österreichs Landbevölkerung ist weniger ablehnend als die "Anarchisten" und deutlich gemäßigter als die "nichtrauchenden Kinderschützer" - ein aus der Stichprobe ermitteltes "Cluster", das auffallend stark gegen das Rauchen allgemein vor Kindern ist und sich dafür ausspricht, dass Eltern mit Kindern generell während ihrer Lokalbesuche in Nichtraucherzonen Platz nehmen sollten.

Den Staat interessieren die Steuereinnahmen mehr als die Gesundheit der Jugendlichen

In der Meinung über die Haltung des Staates zum Thema Rauchen bei Kindern und Jugendlichen sind sich Raucher und Nichtraucher wieder ziemlich einig. Über die Hälfte der Befragten sind überzeugt, dass dem Staat die Einnahmen durch Steuern auf Tabak und Alkohol wichtiger sind, als die Gesundheit der Jugendlichen.
Gerade einmal 10% der Befragten sehen das anders. So sind infolge auch fast die Hälfte der Raucher und über die Hälfte der Nichtraucher überzeugt, dass in Österreich Rauchverbote im Vergleich zu anderen EU-Staaten halbherzig gesetzlich geregelt und umgesetzt werden.

Rauchende Eltern sind für erhöhtes Risiko ihrer Kinder direkt verantwortlich

Ebenfalls einig sind sich Raucher und Nichtraucher wiederum bei der Frage, ob im Gegensatz zu anderen schädigenden Einflüssen auf die Gesundheit unserer Kinder, wie industrielle Umweltverschmutzung, rauchende Eltern an den Gesundheitsschäden ihrer Kinder tatsächlich selbst schuld sind.
65% der Raucher und 71% der Nichtraucher sehen ein direktes Verschulden der Eltern. Lediglich 6% der Raucher und Nichtraucher sind anderer Meinung.
In Folge halten über zwei Drittel der Raucher und Nichtraucher das Argument, Passivrauchen sei nicht so schädlich, für eine billige Ausrede rauchender Eltern.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die Bürger dem Staat die zur Schau gestellte Sorge der letzten Zeit um die Gesundheit der Kinder nicht abkauft. Zwar wird die Einschränkung am Zigarettenautomat durch die Altersprüfung mehrheitlich befürwortet, allerdings kann über den Preis der Konsum nicht gesteuert werden. In diesem Licht ist auch die Beantwortung einer weiteren Frage der Studie zu sehen. Mehr als die Hälfte der Raucher sind überzeugt, dass eine Zigarettenpreiserhöhung auf über 5 EUR nicht zu einer Senkung der Menge gerauchter Zigaretten führen würde.

Für Walter Wiesmayer, von Unternehmenspathologie.com ist diese Studie Teil eines Projektes mit dem Titel: "Die letzten Wiesen der Gesellschaft". Der Begriff "letzte Wiesen" kommt aus der Medizin. Er beschreibt dort Bereiche, die für die Gesundheit des Organismus lebensnotwendig sind, aber gleichzeitig am Ende der Versorgungsstrecken liegen und somit als erste unter schlechten Allgemeinbedingungen leiden. Kinder und Jugendliche sind oftmals die letzten Wiesen der Gesellschaft, meint Walter Wiesmayer, der in sein Projekt weitere gesellschaftliche Gruppierungen inkludieren will. (vgl. Buchtitel Allgemeine Unternehmenspathologie ISBN 3-932470-30-3 Alpha Verlag).
Das Ergebnis der Studie ist aus Sicht von Wiesmayer gerade auch für die Verantwortlichen aus Politik für Gesundheit, Familie und Jugend deshalb interessant, weil die betroffenen Bereiche in die Zuständigkeit eines einzigen Ministeriums fallen. Deshalb wird Frau Minister Kdolsky die Studie übermittelt werden und man darf auf eventuelle Stellungnahmen schon gespannt sein, so Walter Wiesmayer.

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I: www.unternehmenspathologie.com
Allgemeine Unternehmenspathologie ISBN 3-932470-30-3 Alpha Verlag

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