Heinzl/Schasching: Anfrage an Verkehrsminister zur Zukunft der Mariazellerbahn

Mariazellerbahn soll Weltkulturerbe der UNESCO werden

St. Pölten, (SPI) - Die beiden St. Pöltner Nationalräte Anton Heinzl und Beate Schasching setzten ihre Bemühungen um die Rettung der Mariazellerbahn fort. In einer parlamentarischen Initiative und einer Anfrage an Verkehrsminister Werner Faymann wollen beide nun wissen, wie es um die Zukunft der Mariazellerbahn, deren Bestandsgarantie zwischen dem Land NÖ und den ÖBB ja Ende nächsten Jahres abläuft, bestellt ist. "Die Mariazellerbahn ist ein Kulturgut ersten Ranges in Österreich. Der Erhalt der schönsten Spur ins Alpenland ist uns deshalb ein besonderes Anliegen. Es gibt in Österreich wohl kaum eine Nebenbahn, die von den Menschen derart geliebt und die gleichzeitig in derart schlechtem Zustand ist. Bekenntnisse zur Rettung der Mariazellerbahn gibt es genug. Seit einem Jahrzehnt ist den Verantwortlichen bei den ÖBB und dem Land NÖ aber bekannt, dass Investitionen in die Mariazellerbahn im Umfang von etwa 30 bis 40 Millionen Euro notwendig sind, um deren langfristigen Bestand als Schmalspurbahn zu sichern. Per 31.12.2004 betrug der Buchwert des rollenden Materials der Mariazellerbahn allerdings nur mehr 3.070,- Euro - das ist praktisch Schrottwert", sehen die beiden St. Pöltner Mandatare höchsten Handlungsbedarf. ****

In den letzten Jahren war diese Mariazellerbahn-Finanzierung ein Spielball zwischen Bund und Land NÖ. Der derzeitige Vertrag über die Sicherung des Bestandes läuft mit 31.12.2008 aus. Nun wurde bekannt, dass der NÖ Landesverkehrsreferent und LH Erwin Pröll die Beantragung der Anerkennung der Mariazellerbahn als Weltkulturerbe bei der UNESCO zu veranlassen, abgelehnt hat. "Gerade dies wäre aber eine große Chance, die Mariazellerbahn zu erhalten und ebenso für vermehrten Tourismus in der Region zu sorgen. Ebenso ist aus dem aktuellen Regionalbahnkonzept der ÖBB zu erfahren, dass die Österreichischen Bundesbahnen die Mariazellerbahn gemeinsam mit 6 weiteren Schmalspurbahnen in eine Nachfolgegesellschaft abtreten oder gänzlich zusperren wollen. Es ist in jedem Fall Eile geboten, eine Gesamtlösung für die Mariazellerbahn zu finden", begründen Schasching und Heinzl ihre parlamentarische Initiative.

Schasching/Heinzl: "Vor allem die finanzpolitische Dimension ist für uns von besonderer Wichtigkeit. Sind der Bund und das Land bereit, weiterhin Mittel für die Aufrechterhaltung des Betriebes zur Verfügung zu stellen. Ist die Erhaltung langfristig gesichert oder wird bereits insgeheim an einem Ausstiegsszenario geprobt. Ein Sterben der Mariazellerbahn gilt es zu verhindern!"
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