Komatrinken - GROSZ erschüttert über aktuellen Fall in der Steiermark

BZÖ-Maßnahmenpaket sofort umsetzen

Wien (OTS) - Erschüttert zeigte sich heute BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz über den aktuellen Fall von Komatrinken in Deutschfeistritz, wo ein Zwölfjähriger mit 2,6 Promille Alkohol im Blut ins Spital eingeliefert wurde. "Jetzt muss endlich gehandelt werden. ÖVP-Gesundheitsministerin Kdolsky und die rot-schwarzen Landesjugendreferenten haben bisher nichts zustande gebracht. Kdolsky sollte sich daher lieber auf die Arbeit als Jugend- und Gesundheitsministerin besinnen, als ihre Untätigkeit durch peinliche PR-Auftritte zu vertuschen. Die derzeitige Diskussion zeigt die Hilflosigkeit der Regierungsparteien. Wenn die gescheiterte Gesundheitsministerin Verbotsky einmal beweisen will, dass sie einen Funken an Sachkompetenz besitzt, sollte sie sich endlich ernsthaft des Themas "Komatrinkens" annehmen. Das BZÖ hat ein umfassendes Maßnahmenpaket im Nationalrat eingebracht, das sofort umzusetzen wäre", forderte Grosz.

Das BZÖ trete für ernsthafte Lösungen mit Hausverstand ein. Daher habe das BZÖ ein 7-Punkte-Programm erarbeitet und im Nationalrat eingebracht:

Bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz
Ein bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz ist ein Gebot der Stunde. Es ist nicht einzusehen, wieso es vom Bodensee bis zum Neusiedlersee noch immer unterschiedliche Regelungen für Jugendliche bei Ausgehzeiten und Alkoholkonsum gibt. Es ist zu hoffen, dass die ÖVP jetzt endlich zur Vernunft kommt und ihren Widerstand gegen ein einheitliches Jugendschutzgesetz aufgibt. "Es muss Schluss sein mit der Schrebergartenmentalität", fordert der BZÖ-Generalsekretär.

Steuersenkung bei alkoholfreien Getränken
Das Ziel des BZÖ als Steuersenkungspartei ist es, dass alkoholfreie Getränke billiger angeboten werden als alkoholische. Deshalb soll die Steuer bei alkoholfreien Getränken gesenkt werden. "Es kann nicht sein, dass Milch und Milcherzeugnisse mit 10 Prozent besteuert sind, Fruchtsäfte aber mit 20 Prozent".

Bewusstseinsbildung, Aufklärungskampagne statt Verbote ÖVP-Gesundheitsminister Kdolsky soll in Schulen eine Aufklärungskampagne starten, um die Jugendlichen über die schädlichen Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums zu informieren. Das BZÖ ist jedoch strikt gegen eine überbordende Verbotspolitik. "Nicht verbieten sondern fördern muss das Credo lauten".

Strengere Kontrollen der Gastronomiebetriebe, Supermärkte, Tankstellen, aber keine Verbotspolitik
In Gastronomiebetrieben, Supermärkten und Tankstellenshops ist es immer wieder der Fall, dass alkoholische Getränke an unter 16 Jährige abgegeben werden. Untersuchungen haben ergeben, dass 90% der 15-Jährigen meinen, im Lokal problemlos Alkohol ausgeschenkt zu bekommen. "Das BZÖ fordert strengere Kontrollen und harte Strafen, wenn Alkohol an unter 16 Jährige abgegeben wird, spricht sich aber massiv gegen eine reine Verbotspolitik aus".

Einheitlicher Jugendausweis mit Chip-Karte
Das BZÖ fordert, ähnlich dem Personalausweis, einen einheitlichen Jugendpersonalausweis mit Chip, der gleichzeitig als Lehrlings-beziehungsweise Schülerausweis verwendet werden kann. Der Vorteil dabei: Freifahrten, Jugendermäßigungen, Jugendtaxis, Kulturangebot, Überprüfung des Alters in der Gastronomie - alles mit einer Karte. Damit schafft man ein kostengünstiges, einheitliches und einfaches System.

Prävention ab dem Kindergartenalter - Eigenverantwortung der Eltern Ziel muss sein, dass Jugendliche gar nicht zu legalen und illegalen Suchtmitteln greifen. Daher muss mit einer umfassenden Prävention ab dem Kindergartenalter begonnen werden. Aber auch eine stärkere Eigenverantwortung der Eltern sei gefragt.

Runder Tisch
Das BZÖ fordert einen "Runden Tisch" zum immer mehr ausufernden Problem des "Komatrinkens" sowie eine Steuererleichterung für alkoholfreie Getränke. Es ist dringend notwendig, einen "Runden Tisch" zu diesem Thema unter Einbeziehung von Experten, Medizinern, Jugendorganisationen, der Exekutive, Elternvertretern und Vertretern der Parteien einzuberufen.

"Jetzt muss Schluss sein mit Kdolskyschen Ulknudel-Aktionen. Ich fordere die Gesundheitsministerin auf, endlich etwas zu arbeiten und dieses 7-Punkte Programm des BZÖ gegen Komatrinken umzusetzen. Es geht hier nicht um Panikmache, sondern um Lösungen im Interesse unsere Kinder, der Eltern und Gastronomen", so Grosz abschließend.

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