Wachstum für alle!

Afrika braucht freie Märkte Peter Danich

Wien (OTS) - Nach den gewalttätigen Ausschreitungen mit mehr als 1000 Verletzten - darunter mehr als die Hälfte Polizisten -blockierten auch zum offiziellen Beginn des G 8-Gipfels wieder tausende Demonstranten Verkehrswege und Straßen. Die bunte Protestbewegung - eine seltsame Allianz aus Linken und Rechten und zumeist kapitalkritischen Nichtregierungsorganisationen - fordert zwar "eine andere Welt", scheitert aber schon im Ansatz daran, konkrete und tragbare Lösungen für diese "andere" Welt
zu präsentieren. Stattdessen gefallen sich die Demonstranten in der Rolle des selbsternannten moralischen Gewissens - freilich ohne demokratische Legitimation. Dabei sollten die Protestierer nicht gegen, sondern für mehr Globalisierung eintreten. Denn die Globalisierung beschert der Welt bislang ungeahnten Wohlstand. Seit 1980 hat sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Weltbevölkerung verdoppelt. 450 Millionen Menschen wurden aus tiefster Armut befreit, und die mittlere Lebenserwartung der Menschheit liegt heute bei 65 Jahren. In China sank zudem die Zahl der Armen um mehr als das Sechsfache.

Natürlich war die Globalisierung bislang keine ausschließliche Erfolgsgeschichte. Daher stehen auf der Agenda des G-8 Gipfels heuer Fragen des Klimaschutzes sowie die Entwicklungschancen Afrikas. Seit den fünfziger Jahren wurden mehr als 600 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe nach Afrika gepumpt. Dennoch sinkt in vielen afrikanischen Ländern die Kaufkraft der Bevölkerung, während kapitalmarktfreundliche Länder wie China und Indien wachsen und wachsen. Was Afrika daher bräuchte, ist vor allem mehr Markt.
Eine ernstzunehmende Protestkultur sollte gegen bestehende Zoll- und Handelsschranken protestieren und nicht länger mit plumpem Antikapitalismus die Entwicklungschancen Afrikas behindern. Nach vierzig Jahren fürsorglicher Vernachlässigung ist es an der Zeit, auch in Afrika wachstumsorientierte Kapitalmärkte zu ermöglichen. Arme Länder, die sich primär aus Entwicklungsgeldern finanzieren, bleiben dem fatalen Denken der Plan- und Misswirtschaft autokratischer Systeme verhaftet, die das nachhaltige Wachstum Afrikas und seiner Bevölkerung noch immer behindern. Dagegen lohnt es sich, zu protestieren.

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