Außenministerium: "Maßnahmen gegen Diskriminierung und für Toleranz konkret, anschaulich und greifbar machen"

Lehrerinnen und SchülerInnen eines Wiener Gymnasiums nehmen in der Delegation des Außenministeriums an der OSZE-Toleranzkonferenz in Bukarest teil

Wien (OTS) - Das Außenministerium hat Lehrerinnen und SchülerInnen des Gymnasiums Geringergasse in Wien-Simmering zur Teilnahme an der Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum Kampf gegen Diskriminierung und zur Förderung von gegenseitigem Respekt und Verständigung (Bukarest, 7-8 Juni 2007) eingeladen.

Die Konferenz befasst sich mit dem Kampf gegen Antisemitismus, gegen die Diskriminierung von Moslems und mit themenübergreifenden Initiativen zur Bekämpfung des Rassismus und zur Förderung der Toleranz und des Miteinander
z. B. im Schulunterricht und in der Zivilgesellschaft.

Die Schulklasse 1 E des Gymnasiums Geringergasse hat unter 30 Kindern 17 SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache. Die Lehrerinnen Margareta Divjak-Mirwald und Michaela Stary haben aus dieser Ausgangssituation heraus das Projekt "Interface - unser inter-kulturelles Klassenbuch" gestartet. Dieses etwas andere Klassenbuch wird ein buntes Sammelwerk, zu dem jede/r Schüler/in mit Bildern und Geschichten aus seinem Kulturkreis beiträgt.

Die Lehrerinnen und die Schüler Katharina Freiler und Bernav Demir werden ihr Projekt im Rahmen der Bukarester Konferenz präsentieren. Zusätzlich referiert Frau Moujan Wittmann-Roumi-Rasouli vom Magistrat der Stadt Wien über das Thema "Wien ist Vielfalt - Gute Praktiken zur Integration".

Die österreichische Botschafterin bei der OSZE und Leiterin der österreichischen Delegation in Bukarest, Margit Wästfelt, erklärte dazu: "Der Kontakt der internationalen Organisationen, die gegen Diskriminierung und für die Förderung von Toleranz eintreten, zur 'Basis', zu den Angehörigen der Migranten- und der Mehrheitsbevölkerung, die das tägliche Miteinander leben, ist von enormer Wichtigkeit. Wir Diplomaten müssen diese Menschen einladen, ihre Anliegen, aber auch ihre konkreten Initiativen zum besseren Zusammenleben zu präsentieren. Ich gratuliere dem engagierten Team der Schule Geringergasse zu seiner Initiative und freue mich über die Gelegenheit, das Projekt vor Delegationen aus dem gesamten OSZE-Raum vorzustellen."

Wästfelt berichtete im Rahmen der Konferenz auch über die von Österreich in den letzten Jahren weiter geführten bzw. neu gesetzten Maßnahmen im Bereich der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, insbesondere der Leistungen an NS-Opfer, sowie das Engagement im Bereich des Dialogs der Kulturen und Religionen, insbesondere mit Vertretern des Islam.

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