Eder: Schwefelhaltiges Erdöl stärker besteuern

Schopf erwartet 8.000 bis 12.000 Arbeitsplätze durch Klimafonds

Wien (SK) - SPÖ-Energie-, Infrastruktur- und Verkehrssprecher Kurt Eder plädierte am Dienstag im Nationalrat dafür, im Bereich des Klimaschutzes Übergangsmaßnahmen mit zu überlegen. Er unterschreibe die Auffassung von Minister Pröll, dass man in ein neues Energiezeitalter eintrete, allerdings werde dies noch lange dauern, deshalb brauche es Regelungen für die Übergangszeit. Im Nahverkehr sei der CO2-Ausstoß besonders hoch, hier brauche es bereits jetzt nicht nur Förderungen des öffentlichen Verkehrs sondern auch Investitionen in neue intelligente zukunftsweisende Verkehrssysteme. Ebenfalls Verbesserungen könne man bei Ölheizungen erreichen, hielt Eder fest. Immerhin gebe es in Österreich noch 900.000 Einzelölofenheizungen, hier betrage der CO2-Ausstoß eine Million Tonnen. Mit einer höheren Besteuerung von schwefelhaltigem Heizöl gegenüber schwefelfreiem könne man als Übergangsmaßnahme viel erreichen. ****

Nicht teilen wollte Eder die Angst, dass die Erdgaszufuhr aus Russland versiegen könnte. Bereits 1954 habe man mit der damaligen Sowjetunion Verträge abgeschlossen und bisher seien die Lieferungen stets eingehalten worden, betonte Eder. "Selbst wenn es einen Ausfall geben würde, hätten wir genug Speicherkapazitäten", so der SPÖ-Abgeordnete. Überdies seien interessante Projekte in Vorbereitung wie etwa die Nabuccoleitung "als zweites Standbein", man wolle ein Leitungsprojekt aus Norwegen und die OMV wolle Erdgas aus dem Iran importieren.

8.000 bis 12.000 Arbeitsplätze durch Klimafonds

"Die 500 Millionen, mit denen der Klima- und Energiefonds dotiert ist, werden 8.000 bis 12.000 neue Arbeitsplätze schaffen", wies SPÖ-Nationalratsabgeordneter Walter Schopf darauf hin, dass "der Fonds das Engagement der Unternehmungen im Umweltbereich verstärken wird". Ziel des Klimafonds sei es, den Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch in Österreich zu erhöhen. Schopf ist sich sicher, dass Klimaschutz die "bedeutendste Herausforderung der nächsten Jahrzehnte" sein wird. (Schluss) sw/re

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