UN-Sonderbotschafter Rod-Larsen beim 37. IPA Vienna Seminar Wien

"Nur ein übergreifender Ansatz eröffnet Chancen auf Frieden im Mittleren Osten"

Wien (BMLV) - Der Libanon-Sonderbotschafter der Vereinten
Nationen, Tere Rod-Larsen, beendete das 37. Vienna Seminar der International Peace Academie (IPA), das vom 3. bis 5. Juni 2007 an der Landesverteidigungsakademie und der Diplomatischen Akademie Wien stattgefunden hat.****

Diplomaten, Militärstrategen und Vertreter aus der Region haben sich mit den aktuellen Krisen im Nahen und Mittleren Osten auseinandergesetzt. Klar dabei wurde, dass die einzelnen Konflikte vom Iran über den Irak bis zu Israel, Syrien und Libanon miteinander vernetzt sind. Die isolierte Behandlung von Krisenherden sei nicht zielführend, ein übergreifender Lösungsansatz unter Einbindung aller Beteiligten vor Ort und die Vermittlung der internationalen Gemeinschaft zwingend erforderlich, so die Experten.
Skepsis überwiegte bei der Einschätzung der derzeitigen Lage im Nahen Osten. Teilnehmer sprachen schon von einem Erfolg, "wenn es zu keinen neuen militärischen Auseinandersetzungen kommt. Neben den betroffenen Staaten in der Region wäre vor allem Europa von einer neuerlichen Eskalation betroffen."

Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident von Norwegen, Rod-Larsen, wies auf wichtige Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft und die beteiligten Staaten bei der Vernetzung der Konfliktlösungsansätze hin. Man müsse sich im Vorfeld über die angewandten Mittel und Strategien Gedanken machen, so der Spitzendiplomat. In der jetzigen Situation können kleinere Schritte, nähere Ziele und informellere Vorgehensweisen viel versprechender sein als große Konferenzen und Friedensinitiativen, sagte Rod-Larsen. Oft sei es wichtig, einen diplomatischen Prozess in Gang zu setzen, auch wenn das endgültige Ziel noch nicht feststehe.

In einem Treffen am Montag von Verteidigungsminister Darabos und Rod-Larsen informierte sich der Ressortschef ausführlich über die Lage im Libanon. Weiteres Gesprächsthema war die Reform der Vereinten Nationen im Peacekeeping-Bereich.

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