Krist, Maier und Fazekas loben Anti-Doping-Gesetz

Krist: Doping im Sport Kampf ansagen

Wien (SK) - "Mit dem Anti-Doping-Gesetz setzen wir ein deutliches Zeichen. Wir wollen dem Doping im Sport den Kampf ansagen", so der SPÖ-Abgeordnete Hermann Krist am Dienstag im Nationalrat. Im Sportausschuss sei die Arbeit zum Gesetz sehr konstruktiv verlaufen und man habe es geschafft, die heikle Materie im Gesetz übersichtlich darzustellen. Insgesamt gehe es um Fairness im Sport und überdies dürfe man auch nicht vergessen, dass Doping die Gesundheit der Athleten beeinflusse. "Das Anti-Doping-Gesetz gibt uns ein gutes Handwerkszeug in den Bereichen Prävention und Kontrolle in die Hand", stellte Krist fest. ****

Maier: Doping muss auch im Amateursport kontrolliert werden

Auch der SPÖ-Konsumentensprecher Johann Maier lobte das neue Anti-Doping-Gesetz. Man wolle einen "sauberen Sport", mit dem neuen Gesetz sei man auf dem richtigen Weg. Maier konstatierte, dass in der Debatte um Doping der Bereich des Breiten- und Amateursportes zu kurz komme. Seiner Meinung nach müsse der Paragraph 84a des Arzneimittelgesetzes evaluiert werden, 2006 habe es nach diesem Paragraphen keine einzige Verurteilung gegeben und in Fitnessstudios würde in Österreich überhaupt nicht kontrolliert. Maier brachte zum Anti-Doping-Gesetz auch einen Abänderungsantrag ein, der unter anderem auch Kontrollen in Bundesdienststellen wie dem Bundesheer ermöglichen solle.

Zur Doping-Affäre um den ÖSV merkte Maier an, dass man sich weniger mit der Opferrolle beschäftigen solle, sondern vielmehr über die Täter sprechen müsse. Immerhin seien in einem ÖSV-Haus während der Olympischen Spiele Substanzen gefunden worden, die dem Doping dienen würden und bereits der Besitz von verbotenen Substanzen ziehe Sanktionen nach sich.

Fazekas: Sportlern Leben nach Karriere durch Weiterbildung erleichtern

SPÖ-Abgeordneter Hannes Fazekas warf vor allem die Frage auf, warum AthletInnen zu unerlaubten Mitteln greifen. In den meisten Fällen sei dies der enorme Leistungsdruck, dem die SportlerInnen ausgesetzt sind. Aber auch die Unsicherheit, wie es nach dem Karriereende weitergeht, veranlasse LeistungssportlerInnen, zu dopen. Viele AthletInnen stünden vor dem Abgrund, weil sie existenziell nicht abgesichert sind. Daher müssten die Sportlerinnen und Sportler nach der Beendigung ihrer Laufbahn Unterstützung erhalten in Form von entsprechenden Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen.

Für den SPÖ-Abgeordneten wird mit dem Beschluss des Anti-Doping-Gesetzes ein "immens wichtiger Schritt und ein Meilenstein" in der Geschichte des österreichischen Sports gesetzt. Es sei nicht zu tolerieren, wenn durch die Doping-Fälle jene Sportler, die nicht dopen, und ein ganzes Land Schaden nimmt. Zu Verantwortung zu ziehen seien jene, die die Sportler zum Dopen animieren. Aus Sicht von Fazekas sind die Sportler "das schwächste Glied in der Kette", auch wenn diese natürlich Eigenverantwortung tragen. (Schluss) sw/ps

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