Gusenbauer zu neuem Dopinggesetz: Neue Standards für sauberen Sport

Doping ist falsch und schädlich

Wien (SK) - "Mit dem neuem Dopinggesetz setzen wir neue Standards für sauberen Sport", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Dienstag im Nationalrat. Schließlich übe Sport eine große Faszination auf Jugendliche aus, "die nicht von Dopingfällen getrübt werden sollte". Als Maßnahmen gegen Doping führte Gusenbauer die nationale Anti-Doping-Agentur, die Objektivierung der Verfahren, die Möglichkeit der Nachkontrolle von Sportlern sowie die Einbindung von Experten an. Der Bundeskanzler machte außerdem darauf aufmerksam, dass "die Bundesregierung bereits im März erkannt hat, dass im Bereich Doping Handlungsbedarf besteht". Deshalb sei auch die UNESCO-Antidopingkonvention verabschiedet worden. "Doping muss geächtet werden, weil es falsch und schädlich ist", fasste der Bundeskanzler seinen Standpunkt zusammen. ****

"Gedopte Sportler sind keine Verbrecher", stellte Gusenbauer fest. Daher würden diese auch in Zukunft nicht strafrechtlich belangt werden. Was allerdings das Umfeld dieser Sportler betrifft, kann er sich eine "strafrechtliche Verfolgung bei Doping" vorstellen.

Hinsichtlich der Bewerbung Salzburgs für die olympischen Winterspiele 2014 äußerte der Bundeskanzler Verwunderung darüber, dass in österreichischen Medien von einer "katastrophalen Situation für Salzburg" nach der Evaluierung des IOC gesprochen werde. Ein Blick in internationale Zeitungen mache deutlich, dass die Ausgangslage Salzburgs im Ausland ganz anders wahrgenommen werde und dass "die Chance Salzburgs lebt". "Daher sollten wir diese Chance gemeinsam wahrnehmen und unser Licht nicht dauernd unter den Scheffel stellen", forderte der Bundeskanzler ein.

Gusenbauer begrüßte des Weiteren ausdrücklich die gesteigerte Gesundheitsprävention durch die Novelle des Bundes-Sportförderungsgesetzes. Dies werde ein Mehr an Bewegung in Schulen und Kindergärten bringen. Beispielsweise sei eine Intensivierung der Bewegung in Ganztagseinrichtungen vorgesehen, so der Kanzler. Diese "gesamthafte Angelegenheit" werde nun auch in der pädagogischen Ausbildung berücksichtigt, kündigte er an. Ziel sei "bessere Gesundheit durch mehr Bewegung für Eltern und Jugendliche". Gusenbauer ist der "breite Konsens in dieser gesamtgesellschaftlichen Angelegenheit wichtig". Immerhin habe Sport eine "entscheidende Bedeutung in unserer Gesellschaft". (Schluss) re

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