Waldverbände forcieren schonenden Maschineneinsatz

Rasche Aufarbeitung von Sturmholz durch Einsatz der Harvester-Technologie

Wien (AIZ) - "Die rasche Aufarbeitung des durch Kyrill
angefallenen Sturmholzes in den heimischen Wäldern war aus phytosanitären Gesichtspunkten unumgänglich. Dank des verstärkten Einsatzes der Harvester-Technologie im organisierten Kleinwald ist dies zeitgerecht gelungen. Die Waldbesitzer profitierten durch kosten- und sicherheitstechnische Vorteile", teilte heute Herbert Pretterhofer, Obmann des Waldverbandes Österreich, mit. "Durch die hohe Produktionsleistung der maschinellen Bewirtschaftung kann kurzfristig auf Marktbedingungen reagiert und in relativ kurzer Zeit eine große Menge Holz bereitgestellt werden. Die Einsatzplanung und Koordination sowie die gesamte Organisation der maschinellen Durchforstung wird durch die Waldverbände als Dienstleistung angeboten", so Pretterhofer.

Vor knapp zwei Jahrzehnten waren moderne Holzerntemaschinen (Harvester) in Österreichs Wäldern eher selten anzutreffen, heutzutage sind sie bei der Waldbewirtschaftung nicht mehr wegzudenken. Die Holzeinschlagsmeldung 2006 zeigt einen erkennbaren Trend: Immer mehr Waldbesitzer setzen auf einen schonenden Maschineneinsatz, was sich in der enormen Steigerung der durch Harvester geernteten Holzmenge um 60% gegenüber 2005 äußert.

Qualität steht im Vordergrund

"Da die Arbeitsqualität maßgeblich von den Fahrern beeinflusst wird, sind langfristige Kooperationen mit Unternehmen im Hinblick auf den Vertrauensaufbau unter den Waldbesitzern unumgänglich", betont Karl Kurath, Obmann des Waldverbandes Kärnten. Die Zusammenarbeit bringe Vorteile für beide Seiten, so könnten die Waldverbände über die Maschinen frei verfügen und deren Einsatzplan selbst erstellen. "Auslastungsgarantien der Waldverbände bieten Sicherheit für die Unternehmer und die Grundlage für weitere Investitionen", so Kurath.

Die abschließende Qualitätskontrolle macht den Einsatz für die Waldbesitzer transparent. Hierzu wird die Fläche der beschädigten, im Bestand verbleibenden Bäume erhoben. "Das Bonus-Malus-System der Waldverbände bietet dem Auftraggeber die Möglichkeit einer effizienten Qualitätskontrolle. Je nach Ergebnis kommt es zu einem Abzug von 1% beziehungsweise einem Zuschlag von 2% der vereinbarten Erntekosten pro Festmeter", erläutert Pretterhofer. Die Qualität stehe im Vordergrund, der Anreiz hochwertig zu arbeiten sei gegeben und für eine bessere Qualität werde auch gerne etwas mehr gezahlt. "Dieses System ist einmalig, einerseits gibt es eine Kontrolle für die Waldeigentümer, andererseits kommt der Waldverband rasch zu einer Auswahl qualitativer und zuverlässiger Kooperationspartner", ergänzt Pretterhofer.

Steigender Holzbedarf

Die vollmechanisierte Holzernte ist jedoch eine Angelegenheit für Spezialisten. Die Waldverbände stellen das organisierende und koordinierende Element dar und sind die ersten Ansprechpartner für Waldbesitzer. Durch die Flexibilität und hohe Arbeitsleistung der Harvester-Technologie kann man auf aktuelle Marktlagen reagieren und innerhalb eines Tages etliche Lastzüge Blochholz bereitstellen. "Die durch Kyrill verursachte derzeitige Marktlage lässt jetzt etwas Ruhe in die heimischen Wälder einkehren, jedoch sind die Maschinen für August/September schon jetzt gut gebucht", berichtet Kurath. (Schluss)

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