Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Quantensprung im Kampf gegen Doping

Regelungen des Anti-Doping-Gesetzes bringen Österreich innerhalb der EU 27 an die Spitze der Anti-Doping-Gesetzgebung

Wien, 5 Juni 2007 (OTS) - "Mit der Beschlussfassung des Anti-Doping-Gesetzes und der Ratifizierung der internationalen UNESCO-Konvention gegen Doping im Sport macht Österreich einen Quantensprung im Anti-Doping-Kampf", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im Rahmen der heutigen Beschlussfassung im Plenum des Nationalrates. In den vergangenen Wochen habe sich Doping international und national zum "sportpolitischen Thema Nummer 1" entwickelt. Das Anti-Doping-Gesetz und die unabhängige Anti-Doping-Agentur seien daher zwei dringend notwendige Initiativen des Staatssekretariats für Sport im Kampf gegen Doping, "die auch international Anerkennung finden. Denn neben Gewalt und Rassismus ist Doping der größte Feind des Sports. Dagegen müssen wir verstärkt auch auf europäischer Ebene eintreten", so Lopatka. ****

Doping sei ein "weltweites Problem des Spitzensports", so der Sportstaatssekretär weiter. Sowohl die Entscheidung des IOC in Bezug auf die Olympischen Winterspiele in Turin 2006, als auch aktuelle Dopingberichte aus dem deutschen Radsport und aus dem anerkannten universitären Sportinstitut in Freiburg hätten die Notwendigkeit von zusätzlichen Maßnahmen im Anti-Doping-Bereich bewiesen. Zwar könne kein Gesetz der Welt Doping verhindern, "aber wir schaffen klare Regelungen, damit jene, die dopen, zur Verantwortung gezogen werden". Die neuen Regelungen brächten Österreich innerhalb der EU 27 an die "Spitze der Anti-Doping-Gesetzgebung", sagte Lopatka. Das Gesetz habe auch eine internationale Dimension, wird doch die jeweils gültige Version des WADA-Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur 1:1 in das österreichische Gesetz übertragen.

Zentrale Änderung in dem von allen fünf Parlaments-Parteien getragenen neuen Gesetz ist die Neuorganisation der unabhängigen Dopingkontrolleinrichtung. Mit dem österreichischen Gesetz wandert die Zuständigkeit bei Doping-Vergehen von den Sport-Gremien in eine nationale Anti-Doping-Agentur (NADA), die außerhalb der Sport-Verbände steht. Dopingkontrollen können auch außerhalb der Wettkampf-Perioden rund um die Uhr durchgeführt werden. Neben der Verantwortung des Sportlers selbst, zielt das neue Gesetz vor allem auf das Umfeld ab. "Jene Personen, die Doping in Umlauf bringen und organisieren, werden selbstverständlich auch strafrechtlich verfolgt." Dem Sportler drohe eine Sperre, "die einem Berufsverbot gleich kommt". Ein Verband, der ein NADA-Urteil nicht umsetzt, verliert alle Förderungsmittel.

Insgesamt stünden damit bessere Maßnahmen und mehr Mittel im Kampf gegen Doping zur Verfügung. "Österreich erhöht die Mittel für den Kampf gegen Doping mittels Information, Prävention und Kontrollen auf mehr als ein Million Euro." Im Vergleich dazu wende das deutlich größere Deutschland für den Anti-Doping-Kampf 1,8 Millionen Euro auf. Der nächste Schritt müsse auf EU-Ebene erfolgen. Lopatka ist diesbezüglich mit der kommenden portugiesischen Ratspräsidentschaft bereits in Kontakt.

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