Nein zur Sonntagsarbeit für Lehrlinge während der Fussball-EM

Bestehende Ladenöffnungszeiten auch während der EM völlig ausreichend

Wien (GPA-DJP) - "Wir stehen dem Vorstoß von Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, während der Fussball-EM die Ladenöffnungszeiten noch weiter zu liberalisieren, mehr als skeptisch gegenüber", kommentiert Christoph Peschek, Wiener Jugendreferent der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) die Ideen der Stadträtin zu den Öffnungszeiten während der Europameisterschaften in Wien. "Vor allem die Sonntagsöffnung ist Lehrlingen nicht zumutbar", betont Peschek. ++++

Erst kürzlich wurde das Öffnungszeitengesetz novelliert und der wöchentliche Rahmen auf 72 Stunden bzw. bis 21h abends und 18h am Samstag angehoben. "Damit sollten die Unternehmer ihr Auslangen finden können, noch mehr wäre besonders für junge Menschen nicht vertretbar", kritisiert Peschek.

"Die Erfahrungen während der Fussball-WM in Deutschland haben überdies gezeigt, dass große Sportevents weder reale Umsatzzuwächse bringen, noch Arbeitsplätze schaffen. Die Gefahr, dass die EM 2008 von Arbeitgeberseite dann benutzt wird, um durch die Hintertür die Sonntagsarbeit für Lehrlinge einzuführen, ist groß", so Peschek abschließend.

ÖGB, 5. Juni 2007 Nr. 367

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