LH Haider zu Koralmbahn: Bundeskanzler hat Linie des Landes übernommen

Bundeskanzler unterstreicht in Brief Wichtigkeit der Koralmbahn - Forderung an Bund, Planung für Zentralraum Kärnten weiter zu finanzieren

Klagenfurt (LPD) - Die Wichtigkeit der Koralmbahn mit dem Koralmtunnel hat Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in einem Brief an Landeshauptmann Jörg Haider deutlich unterstrichen. Das erklärte der Landeshauptmann heute, Dienstag, im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. So schreibt Gusenbauer, dass die Bundesregierung hinter dem Vertrag zur Realisierung des Koralmbahnprojektes stehe und dass die vertraglich fixierten Termine für die Koralmbahn gelten würden. Weiters streicht er den "großen wirtschaftlichen Nutzen der neuen Südbahn als Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors mit Semmeringbasistunnel und Koralmbahn" hervor. "Der Bundeskanzler hat damit die Linie des Landes übernommen", meinte Haider. In diesem Zusammenhang wiederholte er auch die Forderung Kärntens an den Bund, die Planungsmittel für den Zentralraum Kärnten weiter fließen zu lassen.

Haider verwies auf den Ausbau von Fürnitz zum wichtigen Logistikstandort sowie auf dort bereits erfolgte Betriebsansiedlungen. Die Eisenbahn im Raum Villach auszubauen sei daher unumgänglich. Man dürfe mit dem Projekt nicht auf halber Strecke stehen bleiben, sonst wären die Tauernbahn und der Verschiebebahnhof Fürnitz Fehlinvestitionen. Das Land Kärnten wäre sogar bereit, hier einen Teil mitzufinanzieren, erklärte Haider. Man wolle vermeiden, dass der Verkehrsminister mit seiner Verkehrspolitik "in eine Sackgasse läuft".

Der Brief von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer an Landeshauptmann Jörg Haider im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,
lieber Jörg!

Dein Schreiben vom 6. Dezember 2006, GZ LH-48-24/261/2006, mit dem Du eine Resolution der Kärntner Landesregierung vom 5. Dezember 2006 zur Umsetzung des Koralmbahn-Projektes übermittelst, wurde am 10. Jänner 2007 dem Ministerrat vorgelegt. Auf Grundlage der beim zuständigen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie eingeholten Stellungnahme ergibt sich nachfolgende Antwort:

Wie der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie schon mehrmals unmissverständlich erklärt hat, steht auch die Bundesregierung zu dem Vertrag vom 15. Dezember 2004, in dem die Realisierung des Projektes Koralmbahn festgeschrieben ist.

Sachlicher Hintergrund ist, dass der Semmering-Basistunnel die Fahrzeit um 30 Minuten verkürzen und den Bahnbetrieb wesentlich erleichtern wird, und die Koralmbahn mit der Einbindung von Graz in den Korridor eine völlige Neuausrichtung der regionalen Raumstruktur und weitere massive Fahrzeitverkürzungen bewirken wird. Dies wird nicht nur den Modal Split deutlich verbessern, sondern auch den Wirtschaftsstandort Südösterreich entscheidend aufwerten.

Es ist also nicht nur Vertragstreue, sondern darüber hinaus auch der große wirtschaftliche Nutzen der neuen Südbahn als Teil des "Baltisch-Adriatischen Korridors" mit Semmering-Basistunnel und Koralmbahn, die den Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie bewogen hat, gemeinsam mit dem Herrn Vizekanzler am 26. März dieses Jahres diese Projekte im aktuellen Infrastrukturausbauprogramm vorzustellen: Für die Koralmbahn gelten jedenfalls die vertraglich fixierten Termine und für den Semmering-Basistunnel ist eine möglichst zeitnahe Umsetzung das Ziel.

(S E R V I C E: Zu dieser Aussendung gibt es auch einen O-Ton von LH Haider auf www.ktn.gv.at)
(Schluss)

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