Burgstaller in NEWS zu ÖVP- Blockaden: "Es ist an der Grenze."

Salzburgs Landeshauptfrau warnt ÖVP: "Fast unerträglich."

Wien (OTS) - Vom Platzen der großen Koalition will Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller noch nicht sprechen. Aber im NEWS-Interview nimmt sie sich kein Blatt vor den Mund: Dass die ÖVP das Pflegemodell von Sozialminister Erwin Buchinger zu Fall bringt, ist für Burgstaller "ein weiterer Hinweis auf die ÖVP-Strategie, die da lautet: Der SPÖ darf nichts gelingen. Gerade bei einem gesellschaftspolitisch so sensiblen Thema wie der Pflege sollte aber das Gemeinwohl vor die Parteiinteressen gestellt werden. Taktieren auf dem Rücken der Schwächeren ist letztklassig." Es sei "schon fast unerträglich, weil immer dann, wenn Vorschläge kommen, sie von der ÖVP blockiert werden." Das sei "an der Grenze" dessen, was in einer Koalition noch gehe und "ein unglaubliches Ritual geworden."

Dass die Koalition darüber zu Bruch geht, glaubt die starke Frau in der SPÖ aber nicht: "Davon gehe ich nicht aus, weil die ÖVP Gefahr läuft, bei einem Thema, das ihr schon bei der letzten Nationalratswahl schwer geschadet hat, nämlich der fehlenden sozialen Wärme, in einer Wahlauseinandersetzung wieder schwere Verluste einzufahren."

Von Gesundheitsministerin Andreas Kdolsky mahnt Burgstaller mehr Tempo in der Arbeit ein: Da müsse "dringend notwendig ein Zahn zugelegt" werden. Auch wenn sie sehe, dass es bei neuen Ministern eine Phase des Kennenlernens und der Imagebildung gebe: "Die Imagebildung ist schon passiert. Aber ich erwarte mir, dass in der Arbeit bald Klartext gesprochen wird."

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