Lunacek: G-8-Treffen sind Gipfel der vergessenen Versprechen

Grüne fordern legitime globale Entscheidungsstrukturen statt elitärer Medien-Inszenierungen

Wien (OTS) - "Das Forum der G-8 hat sich überlebt. Weder sind die beim Gipfel in Gleneagles versprochenen Anstrengungen, die Armut weltweit zu bekämpfen, eingelöst worden, noch wird es bei globalen Klimaveränderung richtungsweisende Entscheidungen geben", kritisierte Ulrike Lunacek, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, die gebrochenen Versprechen der reichsten Staaten von vor zwei Jahren. "Es braucht zur Lösung globaler Probleme legitime, globale Entscheidungsstrukturen, in denen Übereinkünfte transparent getroffen werden können." Diese Strukturen sollten auf den vorhandenen UN-Strukturen aufbauen, etwa auf der Umwandlung des Wirtschafts- und Sozialrates ECOSOC in einen Wirtschaftlichen und Sozialen Sicherheitsrat, betonte Lunacek.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan habe während seiner Amtszeit die Reform der UNO stark vorangetrieben, sei aber in vielen Bereichen vor allem am Widerstand der USA gescheitert. "Dieses Reformwerk muss weitergeführt werden und zwar mit der dezidierten Unterstützung aller Industrienationen, insbesondere der G-8," forderte Ulrike Lunacek. Sie betonte, die Unterstützung der Grünen für die heute beginnenden Alternativengipfel in Rostock und den "Armen Gipfels" in Mali. Lunacek verurteilte, dass es bei den Demonstrationen der letzten Tagen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist. "Es geht eindeutig gegen die Interessen der großen Mehrheit der friedlich ihre Kritik äußernden DemonstrantInnen, dass es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen ist."

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