Biomasse quo vadis?

115 Einreichungen für die Mitteleuropäische Biomassekonferenz 2008

Wien (OTS) - "Als wir 2005 die erste Konferenz dieser Art veranstaltet haben, war das Ziel, den neuen EU-Ländern bewährte Modelle und Konzepte zu präsentieren, wie die vorhandenen europäischen Richtlinien umgesetzt werden können", erklärt Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Vorsitzender des Organisationskomitees der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz 2008 - Central European Biomass Conference 2008. "In der Zwischenzeit hat sich aber vom Sternreport über die IPCC-Berichte bis hin zu den Beschlüssen des EU-Rats vom 9. März 2007 so viel ereignet, dass wir alle vor einer neuen Herausforderung stehen: Wie können wir unser Energiesystem so umbauen, dass unser Klima nicht kollabiert."

Um die im Europäischen Rat 20 %-Ziele zu erreichen, müssten alle Länder enorme Anstrengungen unternehmen, und es bedürfe sehr genauer Überlegungen, wie die vorhandenen Biomasse-Ressourcen optimal genutzt werden können. Der Focus der viertägigen Veranstaltung in Graz im Jänner 2008 liege daher auf den EU-Erweiterungsländern, die erst am Anfang der Bioenergienutzung stünden. "Gerade dort entscheidet sich jetzt, wohin der Weg geht. Vielfach setzen unsere Ostnachbarn massiv auf Biotreibstoffe wie etwa Bioethanol aus Getreide. Das ist sicher einer der Wege, die Stärke der Biomasse liegt aber in der Wärmeerzeugung: Hohe Effizienz, leichte Substituierung fossiler Heizsysteme, marktfähige Produkte - diese `Autobahn` wird oft garnicht befahren," gibt Kopetz zu bedenken.

115 Konferenzbeiträge aus 21 Ländern

Auf den Ende Mai ausgelaufenen Call for Papers haben sich 115 Bewerber aus 21 Ländern gemeldet, um die neuesten technischen Entwicklungen oder Projekte im Rahmen des Kongresses vorzustellen. "Der Andrang ist groß", freut sich Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Das zeige, dass die Entwicklung der Biomassenutzung gerade im zentraleuropäischen Raum eine dynamische Entwicklung durchmache. "Österreich ist hier in vielen Bereichen noch Vorreiter, wir müssen aber aufpassen, dass hier nicht alle an uns vorbeigaloppieren. Vor allem in der erneuerbaren Stromerzeugung sind wir schon lange keine Leuchte mehr", warnt Scheiber. "Und die politischen Rahmenbedingungen sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Erreichung der Brüsseler Zielvorgaben."

Alle Details zur Konferenz unter:
http://www.biomasseverband.at/biomasse/?cid=24803

Mitteleuropäische Biomassekonferenz 2008 - Central European Biomass Conference 2008

"Bioenergie für Mitteleuropa"
Graz, 16. bis 19. Jänner 2008

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