ÖGB-Thum: Hochwertige Pflege muss für alle leistbar sein

Steigende Steuereinnahmen zur Finanzierung der 24-Stunden-Pflege heranziehen

Wien (ÖGB) - "Es ist ein Skandal, dass die politischen Grabenkämpfe um die Pflegefinanzierung auf dem Rückend derer ausgetragen werden, die sich nicht selbst helfen, geschweige denn wehren können", sagt der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Werner Thum, anlässlich der aktuellen Diskussion über die Aufteilung der Pflegekosten zwischen Bund und Ländern.++++

Jetzt seien alle Seiten gefordert, ihren finanziellen Beitrag zu leisten, damit die Rund-um-die-Uhr-Betreuung aller Pflegebedürftiger gewährleistet ist - "und zwar qualitativ hochwertig und erschwinglich", betont Thum. Wenn man nicht will, dass auf die Pflegebedürftigen Mehrkosten zukommen, muss man zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Die Länder müssten akzeptieren, dass Pflege in ihren Kompetenzbereich gehöre und sie sich daher auch nicht vor einer Beteiligung an den Kosten drücken dürfen.

Thum: "In Zeiten von konjunkturbedingt steigenden Steuereinnahmen auf Kosten alter und kranker Menschen zu sparen ist letztklassig." Auch sei zu bedenken, dass es beim Pflegegeld keine jährliche Wertanpassung gebe - für die Pflegebedürftigen dürfe es daher keinesfalls zu Mehrkosten für die 24-Stunden-Betreuung kommen.(fk)

ÖGB, 5. Juni 2007 Nr. 364

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