Land und SALK schaffen neue Arbeitsplätze für Behinderte

Scharer: Das Ziel des Landes ist es, ein "vorbildlicher Dienstgeber" zu sein

Salzburg (OTS) - Der Bereich der Hoheitsveraltung (Amt der Landesregierung) war das Land, was die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen betrifft, bereits immer ein "vorbildlicher" Dienstgeber. In den vergangenen Jahren wurde diesem Anliegen noch einmal besonders Rechnung getragen: so wurde z.B. die vorgeschriebene Behindertenquote im Jahr 2000 im Hoheitsbereich um 85 Stellen übererfüllt, 2005 waren es dann bereits mehr als 130 Stellen. Erreicht wurde diese Steigerung um mehr als 50 Prozent durch die Ausschreibung neuer Planstellen für Menschen mit Beeinträchtigungen, durch die gezielte Suche nach qualifizierten Mitarbeiter/innen (A-und B-Bedienstete) mit Beeinträchtigung sowie durch regelmäßige Lehrlingsaktionen. Positiver Nebeneffekt ist, dass durch diese Bemühungen die vom Land zu leistende Ausgleichstaxe von 286.000 auf 224.000 Euro gesenkt werden konnte.

Für Personalreferentin Landesrätin Erika Scharer ist jedoch nicht diese Einsparung bei der Ausgleichstaxe ausschlaggebend: "Das Ziel des Landes ist es, ein ’vorbildlicher Dienstgeber’ zu sein, und das muss man auch leben und beispielhaft zeigen. Hier verbinden sich Sozial- und Personalressort, denn in der Behindertenhilfe investiert das Land viel Geld in die Ausbildung, in Arbeitsassistenz und Begleitung, die es Behinderten ermöglichen, so weit wie möglich selbstbestimmt zu leben. Viele Betriebe in Salzburg beschäftigen Menschen mit Beeinträchtigung, als Land haben wir die Pflicht auch vorzuzeigen, wie das funktionieren kann", so Landesrätin Scharer heute, Dienstag, 5. Juni.

SALK ebenfalls auf dem Weg zum vorbildlichen Dienstgeber

Dass das Land überhaupt Ausgleichstaxe bezahlen muss, hängt damit zusammen, dass zum Personalstand des Landes auch die Salzburger Landeskliniken (SALK) und die Landeslehrer gerechnet werden. Hier wurde Landesrätin Erika Scharer aktiv und fand ein offenes Ohr vor allem bei den Landeskliniken. In beiden Bereichen gab es lange Zeit vor allem fachlich begründete Bedenken gegen die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung. Solche Bedenken sind heute längst passé, erklärt SALK-Geschäftsführer Dipl.-Vw. Dr. Max Laimböck: "2007 wurden in den SALK fünf Stellen für Menschen mit Handicap geschaffen, eine Stelle wird nachbesetzt. Nächstes Jahr sind drei weitere Stellen geplant. Zur besseren Integration unserer Mitarbeiter haben wir im vergangenen Jahr eine Behindertenkommission in den SALK eingerichtet."

Auf Anregung des Landes wurde mit Erfolg ein neues Förderkonzept für Menschen mit Beeinträchtigungen erarbeitet: mit den neuen Schritten wird die Differenz der SALK in Bezug auf das Behindertengesetz - aktuell werden in den SALK 50 Behinderte zu wenig beschäftigt - immerhin um 12 Prozent reduziert. Dieser Schritt ist erst der Anfang der Bemühungen, 2008 sollen weitere Schritte folgen. Seit 2005 wurden damit 30 neue Dienstposten für Menschen mit Beeinträchtigungen in den SALK geschaffen, "ein großer Schritt in die richtige Richtung", kommentiert Landesrätin Erika Scharer.

Auch beim Land hören die Bemühungen nicht auf. Anfang Juli werden wieder sechs Menschen mit Beeinträchtigung eingestellt und somit wird die "Übererfüllung" der Quote des Landesdienstes noch weiter steigen.

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