GPA-DJP-Stein: Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen liegt im Interesse aller ArbeitnehmerInnen

Arbeitsministerium soll Beschränkungen am Arbeitsmarkt aufheben

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Ein Zugang zum Arbeitsmarkt für die im Land befindlichen AsylwerberInnen würde zu keiner Überforderung des österreichischen Arbeitsmarktes führen und verhindern, dass AsylwerberInnen in den Schwarzarbeitsmarkt gedrängt werden. Gerade illegale Beschäftigung erhöht den Druck auf den Arbeitsmarkt ungemein und führt zu Lohndumping und Unterlaufen kollektivvertraglicher Standards. Ein Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen liegt somit im Interesse aller ArbeitnehmerInnen im Land", erklärt die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Dwora Stein im Rahmen einer Pressekonferenz des EQUAL Netzwerkes für AsylwerberInnen. ++++

Das Recht auf Arbeit sei nicht nur ein humaner Auftrag, sondern auch ökonomisch sinnvoll. "Bis eine endgültige Entscheidung in einem Asylverfahren getroffen wird, muss der Staat, also die SteuerzahlerInnen, für das Wohl der AsylwerberInnen sorgen. Wenn zumindest einige von ihnen den legalen Weg auf den Arbeitsmarkt finden, könnte das auch zu einer Entlastung der öffentlichen Hand führen. In vielen Bereichen des Arbeitsmarktes werden auch die Qualifikationen von AsylwerberInnen dringend benötigt", so Stein.

Nachdem die Sozialpartner und maßgebliche VertreterInnen der Regierungsparteien bereits die Forderung nach Zugang von AsylwerberInnen zum Arbeitsmarkt unterstützen, ist es hoch an der Zeit, dass das Arbeitsministerium den Erlass zurücknimmt, der die Beschäftigung von AsylwerberInnen auf Saison- und Erntearbeit einschränkt", so Stein abschließend.

ÖGB, 5. Juni 2007 Nr. 363

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