PRÖLL: Mit Energiesparlampen kann jeder das Klima schützen

Welt-Umwelttag 2007 in Österreich ganz im Zeichen des Klimaschutzes - Parlament beschließt Klima- und Energiefonds

Wien (OTS) - "Energiesparlampen ermöglichen mehr Komfort bei deutlich geringerem Energieverbrauch. Sie sparen nicht nur CO2, sondern auch bares Geld und schützen das Klima. Zum Welt-Umwelttag habe ich alle Landesregierungen und die Bürgermeisterinnen aufgerufen, aktiv zu werden und den Umwelttag in Österreich zum Start von Lampentauschaktionen zu nützen, um das enorme Energiesparpotenzial dieser modernen Technologie besser auszuschöpfen. Besonders freut es mich, dass am heutigen Welt-Umwelttag der Klima- und Energiefonds im Parlament beschlossen wird. Das ist ein gutes Signal für den Klimaschutz." Das erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Dienstag, anlässlich des Welt-Umwelttages in einer Pressekonferenz mit Mag. Melissa Tauber, Geschäftsführerin "die Umweltberatung", Andreas Schwarzenberger, Philips Licht Geschäftsleiter Österreich, und KR Martin Essl, Vorstandsvorsitzender der bauMax AG.

Die Österreichische Klimastrategie definiert Energiesparen, Spritsparen, Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern, die Forcierung von Öko-Energie und die Steigerung der Energieeffizienz als wichtigste Maßnahmen zum Schutz des Klimas. Mit dem Klima- und Energiefonds wird heute das Instrument geschaffen, um Energie- und Klimaforschung und die rasche Anwendung klimafreundlicher Technologien voranzutreiben. Entscheidend für den Erfolg all dieser Maßnahmen wird aber sein, dass Bund, Länder und Gemeinden sowie jeder einzelne Haushalt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der richtige Einsatz von Energiesparlampen kann hier einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Kyotoziele leisten.

Österreichs Haushalte sind für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Eine der einfachsten Klimaschutz-Maßnahmen ist der Tausch von Glühlampen gegen moderne und wesentlich effizientere Energiesparlampen. Die klassische Glühlampe hat eine sehr geringe Energieeffizienz, weil 95 Prozent der Energie als ungesteuerte Wärme abgegeben werden und nur 5 Prozent für Licht. Rund 80 Prozent der Beleuchtung in Privathaushalten basiert heute noch auf der ineffizienten Technologie der klassischen Glühlampe.

Durch den Umstieg auf Energiesparlampen wäre es möglich, bei der Beleuchtung Strom-Einsparungen von rund 50 bis 80 Prozent zu erzielen. Das entspricht einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Österreich um 1 Million Tonnen. Wenn alle österreichischen Privathaushalte bei einem sinnvollen Umstieg zur Energiesparlampe mitmachen, entspricht das der Leistung von zwei Kraftwerken in der Größe der Freudenau. Gleichzeitig können Konsumenten ihre Stromrechnung jährlich um bis zu 12 Euro pro Lampe senken. Pro Haushalt kommt bei geschätzten 15 Energiesparlampen eine Ersparnis von etwa 100 Euro pro Jahr zusammen.

"Mit unseren heute verfügbaren energieeffizienten Lichtlösungen bieten wir ein Einsparpotenzial von 20 bis 40 Prozent bei Strom, CO2 und Geld ", so Andreas Schwarzenberger, Geschäftsleiter Philips Licht Österreich. "Wir unterstützen die Politik bei der raschen Umsetzung der EU Forderung nach 20prozentiger CO2 Reduktion. Denn wir haben jetzt schon die Lösungen, um diese Forderung für den Beleuchtungs-Sektor voll- bis überzuerfüllen! In CO2 gerechnet: Beim sofortigen, sinnvollen Umstieg auf energieeffiziente Lösungen bei der Gesamtbeleuchtung (privat, öffentlich und gewerblich) würde Österreich 1,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger produzieren."

Im Lebensministerium wurden in letzter Zeit große Anstrengungen unternommen, um bei der Beleuchtung von Büros und Gängen die Energieeffizienz zu optimieren. An den EMAS-zertifizierten Standorten Stubenbastei 5, in der Marxergasse und am Stubenring 1 sind ausschließlich Leuchtstoffröhren mit elektronischen Vorschaltgeräten und Energiesparlampen installiert. Im Regierungsgebäude am Stubenring 1 ist die Umrüstung fast zu 100 Prozent abgeschlossen. Hier wurden sogar - wo aus Denkmalschutzgründen Kugellampen vorgeschrieben sind -formgleiche Energiesparlampen montiert.

Lampentauschaktion war voller Erfolg
"Im Vorfeld des Welt Umwelttages haben das Lebensministerium, die Umweltberatung und Philips zum Tausch von Glühlampen gegen Energiesparlampen aufgerufen. Im Zeitraum von Anfang Mai bis 5. Juni, dem Welt-Umwelttag, wurden in den bauMax Filialen vier Marken-Energiesparlampen zum Preis von drei angeboten Die gemeinsame Aktion wurde von den Kunden sehr gut angenommen", so KR Martin Essl, Vorstandsvorsitzender von bauMax. "Innerhalb der ersten zwei Wochen konnte der Umsatz der Energiesparlampen um 250 % gesteigert werden. Umgerechnet auf den Energieverbrauch bedeutet dies eine Verringerung des CO2 Ausstoßes um drei Tonnen. Damit haben wir das Ziel der Aktion klar erreicht. Dies beweist, dass bei entsprechender Information auch die Bereitschaft der Kunden für Energiesparmaßnahmen geweckt werden kann. bauMax geht es darum, der Bevölkerung gemeinsam mit Geschäftspartnern und der Politik zu zeigen, wie mit oftmals kleinen Maßnahmen große Wirkungen erzielt werden können."

Um das Wissen über die Vorteile von Energiesparlampen bei den KonsumentInnen zu vertiefen und mit Vorurteilen aufzuräumen, hat das Lebensministerium einen eigenen Energiesparlampen-Folder aufgelegt. Die klima:aktiv Homepage bietet auf www.energiesparlampe.klimaaktiv.at umfangreiche Informationen über die Einsatzmöglichkeiten von Energiesparlampen, im Handel erhältliche Varianten und Formen sowie als Besonderheit einen Energiesparrechner. Der zeigt auf einen Blick, wie viel Strom, Geld und CO2 durch den Tausch einzelner Glühlampen gespart wird.

Aktionen zum Welt-Umwelttag in Österreich
"die umweltberatung" Österreich koordiniert im Auftrag des Lebensministeriums die Aktionen rund um den Welt-Umwelttag. "Der sinnvolle, effiziente Einsatz von Energie ist nicht nur Schwerpunkt des heurigen Umwelttages in Österreich, sondern für "die umweltberatung" auch ein Schwerpunkt in der täglichen Beratungsarbeit, erklärte Mag. Melissa Tauber, Geschäftsführerin von "die umweltberatung" Österreich: "Nicht umsonst heißt unser Motto ,Vom Wissen zum Handeln!´ - auch beim Energie sparen. Das Energiesparpotenzial ist enorm! Wenn zum Beispiel in allen österreichischen Haushalten Geräte mit einem Kippschalter an der Steckerleiste einfach abgeschaltet werden anstatt auf Stand-by zu laufen, dann lässt sich damit die Stromproduktion eines ganzen Donaukraftwerks einsparen. Kleine Maßnahmen daheim oder im Büro haben also in der Summe betrachtet große Wirkung. Das möchten wir am Welt-Umwelttag deutlich zeigen."

In ganz Österreich finden auch heuer wieder zahlreiche Veranstaltungen ganz im Zeichen des Umweltschutzes statt. Ungefähr 40 öffentlich zugängliche Aktionen rund um den Welt-Umwelttag zu verschiedensten Umweltthemen wurden bei "die umweltberatung" gemeldet. In St. Pölten wird ein Eisblock enthüllt, der im März in Dämmmaterial eingepackt wurde. Wie viel wird noch übrig sein von dem großen Eisblock? Die Aktion soll zeigen, was gute Wärmedämmung bewirkt und wie groß die Energieersparnis durch das Dämmen ist.
In Oberösterreich, am Linzer Bahnhof, informiert der oberösterreichische Energiesparverband in Zusammenarbeit mit der oberösterreichischen Landesregierung über die Kampagne "Richtig hell". Diese Kampagne zeigt, wie viel Energie durch das Verwenden effizienter Beleuchtungssysteme gespart werden kann.

"Ich hoffe, dass heute einigen ein Licht aufgeht. Klimaschutz mit Energiesparlampen ist eine Zukunftsinvestition, die sich rechnet -für die KonsumentInnen und für die Umwelt. Österreich hat ein Ziel! Weniger CO2 - da kann bei der Beleuchtung wirklich jeder mitmachen!", betonte Umweltminister Josef Pröll abschließend.

Service Hinweise:
- Der "Energiesparlampen Folder" kann beim Umweltservice des Lebensministeriums unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 240 260 kostenlos bestellt werden.
- Die Homepage www.energiesparlampe.klimaaktiv.at bietet umfangreiche Informationen zum Thema Energiesparlampen. Der dort integrierte Energierechner gibt sofort Auskunft, wie viel Geld, Energie und CO2 pro getauschte Lampe eingespart wird.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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