ARBÖ: Mehr LKW-freie Autobahnen an stauträchtigen Reise-Wochenenden nötig

Der geplante Fahrverbotskalender für 2007 ist viel zu löchrig

Wien (OTS) - Mehr Staus befürchtet der ARBÖ während der kommenden Sommerreise-Saison. Grund: Während nachweislich immer mehr LKW auf Österreichs Autobahnen durchrollen, gilt ein verlängertes Fahrverbot lediglich auf der Brenner-, und Inntalautobahn "Die Entflechtung des Urlauberreiseverkehrs vom Güterverkehr gilt damit nur auf 9 Prozent unseres gesamten Autobahn- und Schnellstrassennetzes", kritisiert Mag. Christian Neubauer vom ARBÖ-Rechtsreferat. Auch aus Sicherheitsgründen fordert der ARBÖ eine Ausweitung des LKW-Fahrverbotes auf die wichtigsten Autobahn-Transitstrecken des Landes. Am besten wäre eine langjährige Regelung, die nicht nur den Sommer umfasst, sondern alle stauträchtigen Wochenenden wie Weihnachten, Semesterferien, Ostern usw.

"Der jetzige Fahrverbotskalender 2007 ist zu löchrig und nimmt auf die Interessen der Frächter mehr Rücksicht als auf die Verkehrssicherheit", fasst der ARBÖ-Verkehrsjurist die Kernkritik des ARBÖ zusammen. Zum Verständnis: Bis 2004 wurden in Österreich mit Hilfe der Ferienreiseverordnung die LKW während der reiseintensiven Urlaubsmonate schon ab Samstag früh (8 Uhr) von den Autobahnen verbannt und nicht erst ab 15.00 Uhr, wie an den sonstigen Wochenenden. Dieses verlängerte LKW-Fahrverbot, das auch auf die vier reiseintensivsten Freitage des Sommers ausgedehnt worden war, hatte bis dahin auf 66 Prozent des gesamten österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes gegolten.2005 hatte der damalige Verkehrsminister erstmals auf diese seit 13 Jahre bewährte Trennung von Urlauberströmen und Güterverkehr verzichtet und das erweiterte LKW-Wochenendfahrverbot nur auf wenige Autobahn- und Bundesstraßen-Strecken reduziert. Die Folge: vor allem die Megastaus auf der Tauernautobahn (A10) haben deutlich zugenommen.

Auf der Inntal- und Brennerautobahn ist das verlängerte Fahrverbot für LKW obendrein nur halbherzig. Es gilt erst ab 9 Uhr in der Früh und nicht für LKW mit inländischen Zielen, sondern nur für LKW mit italienischen oder deutschen Destinationen (Da in Italien und Deutschland aber ohnehin keine LKW an solchen Tagen fahren dürfen, kämen diese Fahrzeuge ohnehin nicht weit). Besonders wichtig wäre ein erweitertes LKW-Fahrverbot auf der Ost-Autobahn (A4) bis zum Grenzübergang Nickelsdorf, da LKW aus Ungarn selbst an diesen Sommer-Samstagen freie Fahrt haben. "Angesichts der steigenden Verkehrslawine aus dem Osten wäre ein verlängertes Fahrverbot für LKW unbedingt nötig", ist Mag. Neubauer überzeugt.

Statt Jahr für Jahr einen neuen Fahrverbotskalender herauszugeben, fordert der ARBÖ eine Verordnung, die für mehrere Jahre gültig ist und die zu allen Ferienzeiten gilt, im Sommer, zu Weihnachten, zu Ostern, Pfingsten und in den Semesterferien. Zusätzlich sollte das LKW-Fahrverbot auf Freitage an den jeweils stauverdächtigen Wochenenden und auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen ausgedehnt werden.

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