Haberzettl zu Migration: "Staat hat Aufgabe, menschlich zu handeln"

Ausführungen Straches "schlichtweg unmenschlich und unsozial"

Wien (SK) - Beim Thema Migration müsse die soziale und familiäre Thematik berücksichtigt werden - "ein Staat wie die Republik Österreich hat sehr wohl die Aufgabe, hier menschlich zu handeln", unterstrich SPÖ-Nationalratsabgeordneter Wilhelm Haberzettl am Dienstag im Nationalrat. Zudem sei es "unbedingt notwendig, das Thema der Integration und der Bildung der ausländischen KollegInnen mitzudiskutieren" - so gebe es in "vielen Bereichen ein Integrationsproblem, weil bestausgebildete Migranten aufgrund des Nichtanerkennens ihrer Ausbildung in Österreich keine Chance haben, am Arbeitsmarkt vernünftig Fuß zu fassen. Und das, obwohl dort genau ihre fachliche Ausbildung gefragt und benötigt wäre". Scharf kritisierte Haberzettl die Äußerungen von FPÖ-Chef Strache: "Ihre Betrachtung zum Thema Zuwanderung war schlichtweg unmenschlich und unsozial". ****

Bezüglich Nicht-Anerkennung der Ausbildung ausländischer MigrantInnen gelte es, "offen darüber zu reden, wie man dieses Problem lösen kann", unterstrich Haberzettl. Das Thema Migration sei "nicht nur massiv wirtschaftlich zu begründen, sondern hat auch eine große menschliche Komponente", die Strache "völlig außer acht gelassen hat". Laut einer deutschen Studie habe Migration langfristig gesehen "Einkommenszuwächse bei In- und Ausländern" zur Folge - auch dies müsse berücksichtigt werden, so Haberzettl.

Strache sei daran erinnert, dass er den Parteitag hinter sich gebracht habe, so Haberzettl, der klarmachte: "Sie könnten eigentlich das gesellschaftspolitisch rechte Tableau verlassen und wieder zur Vernunft zurückkehren". (Schluss) mb

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