FP-Jung: Heeresreform - Zilk wird als Aushängeschild missbraucht

Bundesheer in katastrophalem Zustand

Wien, 05-06-2007 (fpd) - Ex-ÖVP-Verteidigungsminister Platter und seine Einflüsterer haben der Öffentlichkeit vier Jahre lang vorgegaukelt, dass die Heeresreform im Sinne der Beschlüsse der Kommission auf der Schiene wäre. In Wahrheit wurde die Struktur der Miliz zerschlagen und das Heer einem Auflösungsprozess ausgesetzt. Die Rädelsführer haben dabei nicht zurück geschreckt, Helmut Zilk als Aushängeschild zu missbrauchen, kritisiert FPÖ-Wehrexperte LAbg. Mag. Wolfgang Jung.

Als Beispiel für die verfahrene Situation führt er an, dass zur Aufrechterhaltung des Grenzsicherungseinsatz gegenwärtig die Reste aus acht(!) Verbänden zusammengekratzt werden müssen. Darunter befindet sich die Masse der verfügbaren Pionierteile des gesamten Bundesheeres. In Katastrophenfall müsste man diese zunächst von der Grenze zurückholen und könnte sie erst um Tage verzögert einsetzen.

Außerdem haben die Rekruten dieser Einheit keine Spezialausbildung erhalten und sind quasi Hilfskräfte. Der erschütternde Zustand unseres Heeres wird der Öffentlichkeit seit Platters Zeiten jedoch vorenthalten. Die Vorwürfe der Offiziersgesellschaft und der Milizverbände sind deshalb leider berechtigt, hält Jung fest.

Verwunderlich ist jedoch, dass die Vorwürfe erst publik gemacht wurden, nachdem sich der ÖVP-Mann und Hauptschuldige am Chaos aus dem Staub gemacht hat. Sein SPÖ-Nachfolger hat allerdings die Pflicht, reinen Tisch zu machen und Lösungsvorschläge zu präsentieren. Der Eurofighter dagegen ist primär eine politische Frage, die schlimmstenfalls den Bestand der Koalition gefährdet.

Wenn es aber nicht bald gelingt, die Auflösungserscheinungen im Bundesheer zu stoppen, steht die Sicherheit Österreichs auf dem Spiel. Katastropheneinsätze und Grenzsicherung waren in der Vergangenheit wesentlich häufiger als Gefährdungen unseres Luftraumes. Bisher konnten sie erfolgreich gemeistert werden. Für die Zukunft sind sie jedoch ernsthaft gefährdet, warnt Jung. (Schluss)am

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