ÖAMTC: Notrufsystem eCall hat grenzüberschreitenden Härtetest bestanden (+ Foto)

Nun liegt es an Autoindustrie, Netzbetreibern und Politik, das lebensrettende System rasch zu implementieren

Wien (OTS) - Technologie für Verkehrssicherheit - bis zu 2.500 Verkehrsunfallopfer könnten jährlich europaweit gerettet werden, wenn jedes Fahrzeug mit dem Unfall-Notrufsystem eCall ausgerüstet wäre. Das soll, wenn es nach den Wünschen der EU geht, bei Neufahrzeugen ab spätestens 2010 der Fall sein. Nach einem erfolgreichen nationalen Test im vergangenen Jahr in Österreich hat eCall nun auch einen grenzüberschreitenden Test des ÖAMTC mit seinen Schwesterclubs ADAC (Deutschland) und ACI (Italien) mit Bravour bestanden. "Jetzt liegt es an allen Beteiligten, die Rahmenbedingungen für eine möglichst rasche Implementierung in Österreich zu schaffen", sagt Projektleiter Wolfgang Kilian-Löffler vom ÖAMTC.

Die Ergebnisse des grenzüberschreitenden Tests werden heute, den 5. Juni, in Berlin im Rahmen einer "eSafety-Konferenz" präsentiert. Neun Testfahrzeuge, ausgerüstet mit eCall-Einheiten, GPS-/GSM-Antenne für Positionsermittlung- und Notrufübertragung, einem Notrufknopf zur Simulation des Unfalles und einem System zur Feldstärkemessung der Mobilfunknetze, hat man in Österreich, Deutschland und Italien losgeschickt. Im Ernstfall würde das im Fahrzeug eingebaute eCall-Gerät mit Crash- und Neigungssensoren einen Unfall erkennen und automatisch einen Notruf absetzen. Gleichzeitig wird der per GPS ermittelte Standort des Fahrzeugs an die Notrufzentrale übertragen. Von 450 definierten Orten wurden im Test insgesamt 900 Notrufe abgesetzt. Die Einsatzzentralen von ÖAMTC, ADAC und ACI nahmen die Notrufe entgegen. Fazit: "Alle Notrufe konnten schnell und punktgenau geortet werden, die Einsatzkräfte wären schnellstmöglich vor Ort gewesen", sagt der ÖAMTC-Projektleiter.

Der ÖAMTC unterstützt diese Verkehrssicherheitsmaßnahme gemeinsam mit seinen europäischen Schwesterclubs. "Das System kann Leben retten", ist Kilian-Löffler überzeugt. Für den Club müssen allerdings vor allem drei Dinge gewährleistet sein: Erstens der Datenschutz, zweitens die freie Dienstleisterwahl für mögliche weitere Features, wie z.B. automatischen Pannenruf oder Infodienste, die mit dieser Technologie zugänglich sein könnten. Und drittens muss die Notruffunktion eCall für den Fahrzeugbetreiber frei von laufenden Kosten sein.

Die Partner der Automobilclubs bei dem Test - der als erster nach den vorgegebenen EU-Empfehlungen durchgeführt wurde - waren Adam OPEL AG (GM), Continental Automotive Systems, T-Mobile-Deutschland und Airbiquity. Beim Test in Österreich im vergangenen Jahr waren mobilkom austria und Dolphin Technologies mit an Bord.

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