Silhavy zum Welt-Umwelttag: Vorhandene EU-Fördermittel für regionales Handeln besser Nutzen!

Wien (OTS) - Anlässlich des Welt-Umwelttages am 5. Juni ruft die Staatssekretärin für Regionalpolitik, Heidrun Silhavy, dazu auf, die vorhandenen EU-Mittel der Regionalförderung auch verstärkt für Umweltprojekte zu nutzen. Der Schutz der Umwelt hat nicht zuletzt durch die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in den Schwellenländern und des Klimawandels an Brisanz und an globaler Relevanz gewonnen. Dabei gehen Umwelt- und Klimaschutz Hand in Hand und sind nur in Ergänzung mit ihrer wirtschaftlichen und sozialen Dimension wirkungsvoll zu erreichen. Dieser Gedanke einer dreisäuligen Nachhaltigkeit hat nicht zuletzt durch Drängen der Europäischen Union ihren Einzug auf die Ebene der Regionalpolitik gefunden. Die Ziele der Lissabon- und Göteborg-Agenda der EU - also die Ausgewogenheit von ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung - bilden die Grundpfeiler der jetzt startenden neuen Förderprogramme der EU-Regionalpolitik für den Zeitraum 2007-2013. "Diese regionale Verankerung ist völlig richtig gedacht, können die Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes doch nur von den Menschen in den Regionen aktiv angegangen werden, gemäß dem Motto ‚global denken - lokal handeln’", sagte Silhavy.

Als gute Beispiele aus der Praxis ist beispielsweise - neben einer Vielzahl weiterer aus EU-Mitteln unterstützter Projekte - das Zentrum für erneuerbare Energien in Güssing zu nennen, das mittlerweile internationalen Vorbildcharakter hat. Auch die Bemühungen Österreichs um eine umweltfreundliche Mobilität in den Alpen sind ein gutes Beispiel, wo im Rahmen des Netzwerks "Alpine Pearls" zahlreiche Gemeinden einen klimafreundlichen, autofreien Urlaub anbieten: von der Anreise bis zur Fortbewegung vor Ort beweisen zum Beispiel die Gemeinde Werfenweng oder ihre mittlerweile 21 Partnergemeinden, dass die Fortbewegung mit Bahn oder mit elektrisch betriebenen Fun-Sportgeräten einen erholsamen und umweltfreundlichen Urlaub bietet.

Im Rahmen der EU-Regionalpolitik stehen für die Jahre 2007-2013 insgesamt 1,46 Milliarden Euro an EU-Geldern zur Verfügung - ein wesentlicher Teil davon ist für Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz reserviert. Die österreichischen Programme wurden Anfang Mai als erste in der EU überhaupt von der Kommission in Brüssel genehmigt. Demgegenüber sollte auch das EU-Programm zur ländlichen Entwicklung verstärkt für eine integrierte Sichtweise zur Verbindung von Umwelt, sozialer- und wirtschaftlicher Entwicklung genutzt werden. Die EU-Kommission hat das Einreichverfahren des "Grünen Paktes" für die ländliche Entwicklung in 189 Punkten beanstandet und vorübergehend auf Eis gelegt, da es ihr u.a. zu wenig direkte Umweltleistungen fördere. "Die Kritik der EU, dass im aktuellen Programmvorschlag des Lebensministeriums zu viel Landwirtschaft gefördert wird, aber zu wenig Mittel in eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums fließen, kann ich gut nachvollziehen. Ich erwarte mir, dass Minister Pröll hier seine Hausaufgaben macht, damit auch die Mittel für den ländlichen Raum so schnell wie möglich zur Verfügung stehen", so Silhavy.

Die Staatssekretärin verweist auch auf den jüngst veröffentlichen UNO-Bericht zum Klimaschutz, der die Bedeutung der Raumplanung bei der Verminderung von CO² Emissionen, beispielsweise durch eine verbesserte Verkehrs- und Siedlungspolitik betont.

"Wichtig für den Umweltschutz in Österreich ist, dass wir wirkungsvolle und innovative Vorhaben umsetzen, die durch Ihre Überzeugungskraft bei den BürgerInnen zu Selbstläufern werden. Das erreichen wir nur, wenn wir die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der BürgerInnen vor Ort mit dem Umweltschutzgedanken verbinden und wenn wir dabei auch über die Grenzen unserer Länder und Staaten hinaus denken.", meinte die Staatssekretärin.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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