Umweltdachverband zu Kraftwerks-Plänen: Aus für Nationalpark Donau-Auen droht!

- Eder und Kopf erweisen sich als Energie-Dinosaurier und sind damit ablösereif

Wien (OTS) - Ein Kraftwerksbau ist mit dem Nationalpark-Status unvereinbar. Die internationale Nationalpark-Anerkennung durch die Welt-Naturschutz-Union IUCN würde sofort fallen. EU-Fördermittel aus dem LIFE-Programm müssten zurückgezahlt werden. Insgesamt eine Naturschutz-Blamage ersten Ranges. Auf diese unmittelbaren Folgen, die der Bau eines Kraftwerks in den Donau-Auen östlich von Wien nach sich ziehen würde, weist der Umweltdachverband angesichts der neu aufgeflammten Diskussion hin.

"Fassungslos" zeigt sich Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes und Auschützer der ersten Stunde, in einer ersten Reaktion auf die via Kurier bekannt gewordenen Pläne der Energiesprecher von SPÖ und ÖVP, Kurt Eder und Karl-Heinz Kopf, das Kraftwerksprojekt in den Donau-Auen wieder aus der Schublade zu holen. "Wissen denn die beiden Herren nicht, dass die Donau-Auen östlich von Wien seit 10 Jahren Nationalpark sind? Statt auf Energieeffizienz und Energieeinsparungen zu setzen, wollen Eder und Kopf zurück in die energie- und umweltpolitische Steinzeit und einem Projekt Leben einhauchen, das seit 22 Jahren passé ist. Die Energiesprecher haben sich damit als nicht lernfähige Polit-Dinosaurier erwiesen und sind ablösereif", ärgert sich Heilingbrunner.

Generalangriff auf unverbaute Fließgewässer

Dass ein Donau-Auen-Kraftwerksprojekt mit dem Nationalpark Donau-Auen und den Natura 2000-Bestimmungen jedenfalls unvereinbar ist, müssen altgediente Parlamentarier wie Eder und Kopf wissen. Der Umweltdachverband vermutet hinter deren Vorstoß daher den generellen Startschuss für einen Generalangriff auf die letzten 3 bis 5 Prozent unverbauter Fließgewässer in Österreich. "Wasserkraft ist nicht automatisch umweltfreundlich. Statt die letzten frei fließenden naturbelassenen Flüsse und Bäche zu verbauen, soll in Modernisierung und Effizienzsteigerung bei bestehenden Anlagen gesetzt werden. Um bis zu 50 Prozent höhere Wirkungsgrade sind damit möglich, ohne wertvolle Natur zu zerstören. Darüber hinaus verlangt der Umweltdachverband die unverzügliche Ausarbeitung eines bundesweiten Masterplans Wasserkraft, der Tabuzonen (Nationalparkregionen, Naturschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete etc.) für die E-Wirtschaft und Bau-Lobby beinhalten muss.

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Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident Umweltdachverband (UWD),
Tel. 0664/381 84 62,
Dr.in Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01/40 113-21,
E-Mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at,
http://www.umweltdachverband.at

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