Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG Kommenatr: Vom Hund und seinem Herrl ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe vom 3. Juni 2007

Wien (OTS) - Klagenfurt - Eigentlich passt Kurzsichtigkeit so überhaupt nicht zur Wirtschaft und trotzdem passiert sie. Warum? Weil die Gier größer ist. Will heißen? Trotz Hochkonjunkturzeiten bekommen Österreichs Arbeitnehmer weniger Bares ins Händchen, als der Verstand zulassen möchte. Das Wirtschaftswachstum sackelt die Wirtschaft ein. Zum einen dank jener einseitigen Steuerreform, die im Jahr 2004 Geschichte schrieb. Zum anderen dank knausriger Gehaltsaufstockung der Arbeitgeberschaft. Bleibt unterm Strich das Faktum: Nur 49 Prozent der arbeitenden Österreicher geben zu Protokoll, mit ihrem Einkommen das Auskommen zu finden.

Und genau da kommt die Kurzsichtigkeit der Wirtschaft ins Spiel:
Offensichtlich hat sie vergessen, dass sie nur dann floriert, wenn im Säckelchen des Konsumenten und das ist der Arbeitnehmer in Personalunion die Münzen klimpern. Ist Ebbe in der Börse, ist´s mit der Kauflust vorbei. Und weil Österreichs Wirtschaft nicht alleine vom Export leben kann, ist es ziemlich fatal, auf die Inlandsnachfrage zu pfeifen.

Gehts dem Hund gut, freut sich das Herrl. Solange Aufschwung, Wachstum und Rekordgewinn nur Profit für Unternehmen sind, wird alsbald die Zeit kommen, da man sich zähneknirschend an die wahre Geschichte vom Hund und dem Herrl erinnert.

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