Bauer am Hainfeld-Konvent: Österreich schwächelt bei älteren ArbeitnehmerInnen

Gegenpositionen zum Neoliberalismus stärken

St. Pölten (SPI) - Handlungsbedarf - besonders bei ArbeitnehmerInnen über 50 - ortet der SPÖ-Wirtschaftssprecher im Parlament, Abgeordneter Hannes Bauer, im Rahmen des Konvents. Die geringe Beschäftigungsquote in dieser Altersgruppe führt für ihn unweigerlich in einen Wohlstandsverlust, der schon ab 2010 zu befürchten ist.

"Als Ziel sind in dieser Altersgruppe europaweit 50 Prozent Beschäftigungsquote definiert, Österreich hält derzeit bei knapp unter 30 Prozent. "Die skandinavischen Länder können mit Quoten von 60 Prozent und mehr aufwarten", zeigt sich Bauer über den derzeitigen Stand besorgt. Der Weg dorthin führt für den Wirtschaftssprecher nicht wie von ÖVP-Seite gefordert über den Zuzug von Arbeitskräften vom Ausland, sondern über die vermehrte Beschäftigung der Arbeitskräfte im Inland.

"Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein solcher Zuzug die Unterwanderung von Mindeststandards bei den ArbeitnehmerInnen fördert", gibt Bauer zu bedenken. Die in diesem Zusammenhang oft erwähnte Flexibilität bedeute hier schlicht schlechtere Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne. Daher müsse besonders die berufliche Fortbildung der über 40jährigen gefördert werden, das Gegenteil sei aber viel zu oft der Fall. "Die über 40jährigen werden nicht selten von Fortbildungsmaßnahmen ausgeschlossen", stellt Bauer fest.

Der Hainfeld-Konvent stellt für den Nationalratsabgeordneten eine willkommene Gelegenheit zur Aufwertung der sozialen Frage dar. Er wünscht sich ein europäisches Modell als Gegenmodell zu Washington, das auch imstande wäre, ökonomische Impulse zu setzen. (schluss) ml

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