Buchinger am Hainfeld-Konvent: Soziale Frage neues Kernthema

Hainfeld-Konvent zur Diskussion sozialpolitischer Visionen

St. Pölten (SPI) - Als neue gesellschaftspolitische Kernfrage
neben der Arbeitslosigkeit, der Gesundheit und anderen Fragen sieht Sozialminister Herbert Buchinger die soziale Frage, die in ihrer Bedeutung immer mehr aufrückt. Im Hinblick auf die Finanzierbarkeit ist ihm dabei besonders wichtig, dass den Betroffenen keine Steine in den Weg gelegt werden.

"Die steigende Lebenserwartung bringt es mit sich, dass zurzeit bereits knapp fünf Prozent der Bevölkerung Österreichs 80 Jahre oder älter sind. Bis 2050 wird sich dieser Anteil fast verdreifacht haben", so der Sozialminister am Rande des Konvents. Nachdem rund die Hälfte aller Personen aus dieser Bevölkerungsschicht pflegebedürftig ist, müsse eine dementsprechende Betreuungsstruktur sichergestellt sein, so Buchinger weiter.

Der Minister weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass derzeit 80 Prozent der Pflegelast von den eigenen Angehörigen der Betroffenen getragen werden. Hier gelte es, mit Angeboten wie der Tagesbetreuung oder der 24-Stunden-Betreuung Unterstützung zu gewähren, die nicht an der Finanzierbarkeit scheitern dürfe. "Der Bund hat mit der Übernahme der Kosten für die 24-Stunden-Betreuung bis Jahresende einen ersten Schritt gesetzt, jetzt sind die Länder am Zug", so Buchinger in Hinblick auf die bevorstehenden Finanzausgleichsverhandlungen.

Die Bedeutung des Hainfeld-Konvents ist für den Sozialminister eng mit der sozialen Frage verknüpft. Ihm geht es dabei nicht nur um nach wie vor gültige Kernwerte der Sozialdemokratie, sondern auch um die grundsätzliche Einschätzung der Gesellschaft, die am Konvent zur Diskussion stehe.

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