Medienpolitik am ASCO Meeting in Chicago Chicago

Wien (OTS) - Nicht sehr entgegenkommend, um nicht zu sagen prohibitiv, geht man mit so manchem ausländischen Medienpräsentanten am ASCO-Kongress (Krebskongress der amerikanischen Gesellschaft für Onkologie) der gestern, Freitag, in Chicago begann, um.
Man macht dort den Medienraum förmlich zu einem heiligen Gral, zu dem vorzudringen keineswegs einfach ist.
Am Eingang steht eine Wächterin postiert, die den der eintreten will nach einem
Umhängeschild(Badge) mit der Aufschrift Presse frägt, um nach Vorweis desselben den Zutritt zum Medienraum zu gewähren. Diesen Badge hat man natürlich am Beginn des Kongresses noch nicht,ist man doch erst im Begriffe sich zu registriert, daher bedarf vorerst einiger Diskussion, um zum Registrationspult vorgelassen zu werden.

In der Folge reicht es dann nicht aus, einen Presseausweis, ausgestellt vom Österreichischen Journalistenklub vorzuweisen, reicht es nicht aus, eine Bestätigung der onkologischen Gesellschaft, für deren Zeitschrift man Editorials und anderes mehr schreibt, vorzulegen, reicht es nicht aus, dass man schon vorab der Pressestelle des ASCO Meetings schriftlich mitgeteilt hat, für welche Medien man über den Kongress zu berichten plant, reicht es nicht aus, dass man eine APA/OTS- Meldung in Kopie vorlegt, die man 2005, bei der letzten Teilnahme an einem ASCO Kongress geschrieben hat, reicht es nicht aus, dass man schriftlich vorab mitgeteilt hat, dass man der Stellvertreter des Referatsleiters für Presse- und Medienearbeit der Wiener Ärztekammer ist, um als "media representative" von ASCO registriert zu werden.

Man verlangt noch eine Bestätigung von den Herausgebern einer Zeitschrift für die man ebenfalls schreibt. Diese zu besorgen ist an einem Freitag Nachmittag kein Leichtes, es kostet fast den ganzen Nachmittag, bis man endlich das Fax mit der gewünschten Bestätigung der ASCO Pressestelle vorlegen kann, um dann lakonisch von der für die ausländische Berichterstatter zuständigen Mitarbeiterin des ASCO Pressedienstes zu erfahren, dass es ja eigentlich keine vor Ort Registrierung (on site registration) für ausländische Medienrepräsentanten gibt.

Man durchschaut nur schwer die Anforderungen der ASCO-Pressestelle,an jemanden der einfach nur in verschiedenen österreichischen Medien, mit Unterstützung durch die Pressestelle des ASCO, über Neuerungen und Weiterntwicklungen auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Krebserkrakungen für allen denjenigen österreichischen Ärzten und Patienten berichten wollte, die nicht nach Chicago kommen konnten.

Worried about media policy a la ASCO ? That's strange isn't it?

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Dr. Wolfgang Köstler
c/o Chicago
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